Micro und Mini Futures – So tradet man ein kleines Konten (groß)?

Micro und Mini-Futures! So tradet man ein kleines Konto groß!

Hier das passende Video zum Thema:

Hier das Transkript zum Video mini und Mikro Futures:

Das traden mit Futures wird in der Trader-Szene als die Königsklasse bezeichnet. Für einen optimalen Start im Futures-Trading benötigte man ein groß kapitalisiertes Konto jenseits der 50.000 €. Daher mussten viele Trader mit kleinen Konten auf die intransparenten Finanzprodukte von Brokern und Emittenten zurückgreifen. Wie in früheren Videos bereits erklärt werden CFDs, Zertifikate und Optionsscheine nicht an einer echten Börse gehandelt. Kurse werden entweder vom Emittenten gestellt oder über den Interbankenhandel gebildet. Als Trader wissen wir nie, ob die Kursstellung fair verläuft da diese sehr intransparent ist.

Bei den Futures ist dies anders. Diese werden an einer transparenten Terminbörse gehandelt. Früher jedoch, konnte man lediglich ganze Kontrakte handeln was aufgrund der hohen Sicherheitsleistung, also der Margin Hinterlegen nicht für jeden Trader in Frage kam. Dieses Problem erkannte auch die Terminbörse CME und führte 1997 die E-Mini Futures auf die großen amerikanischen Indizes ein.

Doch auch die Mini Futures benötigen inzwischen eine hohe Kapitalisierung aufgrund des starken Anstiegs der Basiswerte. So entschied die amerikanische Future-Börse CME seit Mai 2019 nun auch Micro E-Mini Futures anzubieten, zumindest auf die 4 großen US-Indizes Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100, und Russel 2000. Also quasi eine Mini-Version der Mini Version.

Verwechslungsgefahr

Viele Trader werden von Emittenten getäuscht, da diese Ihre Zertifikate ebenfalls Mini Futures nennen. Doch die Mini Futures der Emittenten haben nichts mit den Mini Futures der Terminbörse gemeinsam. Diese Produkte der Banken sind Hebel-Zertifikate, welche wir für unser Trading aus bereits genannten Gründen strikt ausschließen.

Welche Basiswerte kann man mit E-Mini und Micro E-Mini Futures handeln und wie viel kostet ein Tick

Micro und Mini Futures - So tradet man ein kleines Konten (groß)? -20.11.2020-
Micro und Mini Futures - So tradet man ein kleines Konten (groß)? -20.11.2020-

Wie wir an der Tabelle erkennen können, ist jeder Tick eines Micros nur noch ein Zehntel der E-Mini Futures Wert und somit wird auch nur ein Zehntel an Margin gefordert, was für eine deutlich bessere Skalierbarkeit bei kleinen Konten sorgt.

Performance mit Mini Futures

Um zu beweisen, dass man auch mit kleinen Konten starten kann, hat Insider-Week seit März 2018 ein Konto mit 10.000 $ gestartet. Dieses steht heute bereits über 100% im Gewinn. Auch bei diesem Konto wurden sehr häufig Micro-Futures verwendet um das Risiko zu begrenzen. Theoretisch ist bereits mit Konten ab 5.000 € trotz konservativem Risk and Moneymanagement, eine solide Performance möglich. Wir hatten bereits ein Video erstellt, wo wir mit einer realistischen Renditeerwartung auf eine Summe von 1Mio € kommen können. Schau dir das Video gerne einmal an. (https://www.youtube.com/watch?v=R0g_Ci4TCjg&t=8s)

Oder lese dir den Artikel auf dieser Seite durch: https://insider-week.com/de/articles/kleines-konto-gross-traden-mit-futures-wie-lange-dauert-es/

Hier ein konkretes Beispiel:

Wir wollen z.B. das Edelmetall Gold handeln und lediglich mit einem 5.000 $ Konto starten. Unser Risiko darf entsprechend unserem Risk and Moneymanagement nur 3% betragen. Ein Stop darf somit bei maximal -150$ liegen. Mit einem regulärem Future auf Gold wäre jeder Tickwert 10$ wert. Unser Stop dürfte also nur 15 Ticks entfernt liegen um unsere Risiko-Begrenzung von 150$ einzuhalten. Dieser Stop wäre absolut unrealistisch. Wir würden bei kleinster Bewegung schnell ausgestoppt werden, zumal die Mindest-Marginanforderung bereits 2.250$ beträgt. Mit 5.000$ kann man also keine Gold Future handeln.

Micro und Mini Futures - So tradet man ein kleines Konten (groß)? -20.11.2020-

Fazit zu Micro und Mini Futures

Für uns Trader ist Reproduzierbarkeit und Skalierbarkeit unserer Handelsstrategie wichtig. Wenn wir aufgrund der geringeren Marginanforderung nun mehrere Märkte gleichzeitig traden können, bzw. bereits mit kleinen Konten handelsfähig sind, dann nutzen wir diese Möglichkeit sehr gerne. Auch einige Coaching-Teilnehmer von Insider Week wünschen sich eine erste Echtgeld-Erfahrung mit weniger Einsatz um die COT-Strategie optimal zu erlernen. Hierfür eignen sich die Micro und Mini Futures ebenfalls sehr gut. Wenn das Vertrauen und die Erfahrung wächst, so kann das Konto immer noch nachkapitalisiert werden um den Zinseszinseffekt zu beschleunigen.

Aus unserer Sicht bieten die kleinen Futures sehr gute Chancen, allerdings solltest du das Volumen beachten. Nicht alle kleinen Futures, insbesondere die Devisen-Paare haben ausreichend Volumen und sind somit illiquide. Dies würde den Handel sehr beeinträchtigen und du müsstest große Slippages akzeptieren. In liquiden Märkten sind sie allerdings eine sehr gute Alternative für kleinere Konten.

Solltest du ebenfalls mit einem kleineren Konto unterhalb von 10.000€ starten wollen, dann weißt du nun, dass es möglich ist. Sicherlich ist deine Tradefrequenz geringer als mit großen Konten, du brauchst viel mehr Geduld und es dauert länger, aber es ist immerhin möglich, kleine Konten hoch zu traden, wie Insider Week ja bereits mehrfach bewiesen hat.

Solltest du nun weitere Fragen haben, dann zögere nicht uns einen Kommentar zu hinterlassen. Wir sind für jede Nachricht dankbar. Ich wünsche ich dir eine erfolgreiche Woche. Bis zum nächsten Video. (Artikel)

Beste Grüße

InsiderWeek

Über den Autor

Karl-Heinz (Charlie) Ramer kommt ursprünglich aus der IT, wo er als freiberuflicher Dozent, Programmierer und System-Admin tätig war. Zu InsiderWeek fand er über einen Bekannten, nachdem er als Daytrader harten Schiffbruch erlitten hatte. Mit der Strategie von Max konnte er schließlich erstmals Erfolge vorweisen.

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