Geopolitische Risiken treiben Rohölnotierungen und Inflationserwartungen
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Die jüngsten Äußerungen US-amerikanischer Beamter zu iranischen Aktivitäten haben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten wieder in den Vordergrund gerückt. Analysten sehen dadurch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Unterbrechungen bei der Rohölförderung.
Brent-Rohöl notierte zuletzt bei 72,40 US-Dollar je Barrel, WTI bei 68,15 US-Dollar. Die Volatilität hat in den vergangenen Handelstagen zugenommen. Händler beobachten die Lage am Persischen Golf genau, da bereits kleinere Eskalationen zu Lieferengpässen führen können.
Die Inflationserwartungen in den USA sind parallel gestiegen. Ein Anstieg der Energiepreise um 10 Prozent könnte die Kerninflation um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte nach oben treiben, so Schätzungen von Ökonomen. Die Federal Reserve verfolgt die Entwicklung aufmerksam vor der nächsten Zinsentscheidung.
Marktteilnehmer rechnen damit, dass die OPEC+ ihre Produktionspolitik unverändert lässt, solange die geopolitische Lage nicht weiter eskaliert. Die Lagerbestände in den USA lagen in der vergangenen Woche bei 425 Millionen Barrel.
Langfristig sehen Analysten die Nachfrage nach Öl weiterhin stabil, solange die globale Industrieproduktion nicht einbricht. Die aktuelle Preisentwicklung wird vor allem durch die geopolitische Unsicherheit getrieben.
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