Catch-22-Situation: Warum steigende Spannungen Gold nicht stützen
KI-Sentiment-Score auf Basis von 15 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis steht seit Wochen unter Druck, obwohl geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter eskalieren. Analysten sprechen von einer Catch-22-Situation, in der traditionell positive Faktoren für das Edelmetall nicht greifen.
Am Spotmarkt notiert Gold derzeit bei etwa 2.340 US-Dollar pro Feinunze. Die anhaltenden Konflikte haben bisher keine nachhaltige Nachfrage nach sicheren Häfen ausgelöst. Stattdessen dominiert die Stärke des US-Dollars und höhere Renditen am Anleihenmarkt das Geschehen.
Marktteilnehmer beobachten, dass der Iran-Konflikt bisher keine direkten Auswirkungen auf die Ölversorgung hat. Dadurch bleibt die Inflationserwartung gedämpft, was Gold weniger attraktiv macht. Gleichzeitig ziehen höhere US-Zinsen Kapital in Dollar-Assets.
Technische Indikatoren zeigen eine klare Abwärtstendenz. Der Preis hat die 50-Tage-Linie unterschritten und nähert sich der 100-Tage-Linie bei rund 2.310 Dollar. Ein nachhaltiger Durchbruch unter 2.300 Dollar könnte weitere Verkäufe auslösen.
Institutionelle Investoren haben in den vergangenen Wochen Netto-Short-Positionen aufgebaut. Daten der CFTC zeigen, dass das spekulative Netto-Long-Engagement auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gefallen ist.
Die kommenden US-Wirtschaftsdaten, insbesondere die Inflationszahlen und die nächsten Fed-Protokolle, werden entscheidend für die weitere Richtung sein. Solange keine deutliche Eskalation im Nahen Osten erfolgt, bleibt der fundamentale Druck auf Gold bestehen.
Händler erwarten vorerst eine Seitwärtsbewegung zwischen 2.280 und 2.380 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben erfordert entweder eine spürbare geopolitische Verschärfung oder eine deutliche Lockerung der US-Geldpolitik.
Anhaltende US-Iran Spannungen sorgen nicht für Auftrieb bei Gold, stattdessen dominiert Abgabedruck.
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