Wachsende Nachfrage und sinkende Förderung verändern den US-Gasmarkt
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Die US-Erdgaspreise haben in den vergangenen Jahren aufgrund hoher Fördermengen und begrenzter Exportkapazitäten auf niedrigem Niveau verharrt. Analysten sehen jedoch mehrere Faktoren, die zu einer strukturellen Verknappung führen könnten.
Die Exportkapazitäten für verflüssigtes Erdgas (LNG) werden in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut. Neue Terminals an der Golfküste sollen die jährliche Exportmenge bis 2028 um mehr als 50 Prozent erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Gasbohrungen in den Schieferformationen, da die Produzenten bei niedrigen Preisen weniger investieren.
Die US-Energiebehörde EIA erwartet für den Winter 2024/25 einen Anstieg des Verbrauchs um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ursache sind kältere Temperaturprognosen und eine höhere Nachfrage aus der Stromerzeugung, wo Gas Kohle zunehmend verdrängt.
Am Henry-Hub-Referenzpunkt notierte Erdgas zuletzt bei rund 2,40 US-Dollar je Million British Thermal Units. Futures für den Januar 2025 liegen bereits 15 Prozent höher. Händler beobachten zudem die Entwicklung der Speicherbestände, die derzeit leicht unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegen.
Produzenten wie EQT und Chesapeake haben angekündigt, bei anhaltend niedrigen Preisen weitere Bohrungen zu reduzieren. Dies könnte mittelfristig zu einem engeren Markt führen und Preisschwankungen verstärken.
Langfristig hängt die Preisentwicklung auch von der Nachfrage aus Europa und Asien ab, die über LNG-Terminals bedient wird. Eine anhaltende industrielle Erholung in diesen Regionen würde zusätzlichen Aufwärtsdruck erzeugen.
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