Silberminenproduktion stagniert trotz steigender Nachfrage
KI-Sentiment-Score auf Basis von 5 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Silberproduktion aus Minen stagniert seit mehreren Jahren, während die industrielle Nachfrage weiter steigt. Analysten der Silver Institute schätzen das Defizit für 2024 auf über 200 Millionen Unzen.
Neue Minenprojekte weisen lange Entwicklungszeiten auf. Viele Vorkommen liegen in politisch unsicheren Regionen oder erfordern hohe Investitionen bei gleichzeitig niedrigen Erzgehalten.
Recycling trägt derzeit etwa 20 Prozent zur Gesamtversorgung bei. Die verbleibende Lücke muss durch Lagerabbau oder reduzierte Bestände bei ETFs und Banken geschlossen werden.
Industrielle Anwendungen in Photovoltaik, Elektronik und Elektrofahrzeugen wachsen jährlich um mehr als 5 Prozent. Gleichzeitig bleibt die Schmuck- und Silberwarennachfrage in Indien und China stabil.
Die physische Verfügbarkeit an der COMEX und LBMA zeigt erste Anzeichen einer Verknappung. Lieferfristen für bestimmte Barrenformen haben sich in den letzten Monaten verlängert.
Produktionskosten liegen bei vielen Minen zwischen 15 und 18 US-Dollar pro Unze. Bei aktuellen Spotpreisen unter 32 Dollar je Unze bleibt die Margensituation angespannt.
Geopolitische Risiken in wichtigen Förderländern wie Mexiko, Peru und Bolivien erschweren zusätzlich die Planung neuer Kapazitäten.
Strukturelles Förderdefizit bei Silber stützt Preise mittelfristig.
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