Indien nutzt russische Öllieferungen als Absicherung gegen Hormus-Störungen
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Indien hat seine Rohölimporte aus Russland seit 2022 stark ausgeweitet. Im September 2024 erreichte der Anteil russischer Sorten 42 Prozent der gesamten indischen Importe. Die Lieferungen erfolgen überwiegend per Tanker um das Kap der Guten Hoffnung.
Die Straße von Hormus bleibt ein zentrales Risiko für den Ölmarkt. Etwa 20 Prozent des weltweiten Rohölhandels passieren die Meerenge. Bei einer Blockade würden alternative Bezugsquellen für Indien an Bedeutung gewinnen.
Russische Sorten wie Urals und ESPO werden derzeit mit Abschlägen von 3 bis 5 Dollar pro Barrel gegenüber Brent gehandelt. Dies ermöglicht indischen Raffinerien Margen von über 8 Dollar pro Barrel. Die Regierung in Neu-Delhi hat keine Obergrenze für russische Importe verhängt.
Analysten von Energy Aspects rechnen damit, dass Indien seine russischen Käufe bei anhaltender geopolitischer Unsicherheit weiter ausbauen wird. Gleichzeitig prüfen indische Unternehmen Langfristverträge mit US- und brasilianischen Produzenten.
Die Raffinerien Reliance und Nayara Energy haben ihre Verarbeitungskapazitäten für schwere russische Rohöle bereits angepasst. Nayara, an dem Rosneft beteiligt ist, verarbeitet derzeit täglich 360.000 Barrel russisches Rohöl.
Indien sichert sich mit russischem Rohöl gegen Hormus-Risiken ab, ohne direkten Preisantrieb.
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