Energiemärkte: Moderate Preisbewegungen bei Rohöl und Gas
KI-Sentiment-Score auf Basis von 25 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die jüngste Analyse der Energiemärkte zeigt eine vorsichtige Erholung bei den Rohölpreisen. WTI Crude notierte zuletzt bei 72,40 US-Dollar je Barrel, Brent bei 76,80 Dollar. Die Bewegung erfolgt vor allem durch technische Käufe oberhalb der 50-Tage-Linie.
Die US-EIA meldete einen Lagerabbau von 2,2 Millionen Barrel in der vergangenen Woche. Gleichzeitig blieb die Produktion in den Shale-Regionen mit 13,3 Millionen Barrel pro Tag weitgehend unverändert. Die Nachfrage aus Asien entwickelt sich stabil, während europäische Raffinerien ihre Auslastung leicht angehoben haben.
Am Terminmarkt stieg das Open Interest bei WTI um 18.000 Kontrakte. Das deutet auf neue Long-Positionen hin, ohne jedoch eine übermäßige spekulative Überhitzung anzuzeigen. Die Volatilität gemessen am 30-Tage-VIX für Energie bleibt bei 28 Punkten.
Bei den Raffineriemargen verbesserte sich die Crack Spread für Benzin auf 18 Dollar je Barrel. Dies unterstützt die Nachfrage nach leichteren Rohölsorten. Schwere Sorten wie Western Canadian Select notierten mit einem Discount von 13 Dollar zu WTI.
Im Erdgasmarkt zeigte sich ein anderes Bild. Henry Hub schloss bei 2,35 Dollar pro MMBtu. Die Speicherfüllstände liegen 4 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt. Mildere Temperaturen im Nordosten der USA dämpfen die Heiznachfrage.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, führt jedoch derzeit nicht zu zusätzlichen Risikoprämien. Marktteilnehmer beobachten weiterhin die OPEC+-Förderpolitik und die anstehenden US-Exportzahlen.
Zusammenfassend bleibt der Trend bei Rohöl neutral bis leicht positiv, solange die Preise oberhalb von 70 Dollar für WTI gehalten werden können. Ein nachhaltiger Ausbruch über 75 Dollar würde weitere technische Ziele bei 78 Dollar eröffnen.
Technische Käufe und Lagerabbau stützen Rohölpreise moderat.
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