Ölpreise fallen im zweiten Quartal auf Mehrjahrestief
KI-Sentiment-Score auf Basis von 25 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Rohölpreise schlossen das zweite Quartal mit deutlichen Verlusten. Brent Crude notierte zuletzt bei 64,80 US-Dollar je Barrel, WTI bei 61,30 Dollar. Beide Benchmarks verbuchten damit Rückgänge von mehr als sechs Prozent innerhalb von drei Monaten.
Hauptgrund für den Abverkauf war die anhaltende Unsicherheit über die globale Nachfrage. Chinas Konjunkturdaten blieben hinter den Erwartungen zurück, während die US-Notenbank weiterhin restriktiv agiert. Die OPEC+ entschied sich Ende Juni lediglich für eine moderate Anhebung der Förderquoten ab August.
Am Terminmarkt stieg die Netto-Leerverkaufsposition von Spekulanten auf den höchsten Stand seit März 2023. Gleichzeitig legte die US-Ölproduktion auf 13,3 Millionen Barrel pro Tag zu und erreichte damit ein Rekordhoch.
Technisch gesehen durchbrach Brent die 200-Tage-Linie und notiert nun in der Nähe der 62-Dollar-Marke. Analysten sehen dort eine erste Unterstützungszone. Ein nachhaltiger Bruch unter 60 Dollar könnte weitere Abgaben auslösen.
Die Volatilität gemessen am OVX-Index stieg im Quartalsverlauf auf über 45 Punkte. Händler rechnen mit anhaltend großen Kursschwankungen, solange makroökonomische und geopolitische Faktoren uneinheitlich bleiben.
Ölpreise beenden Quartal mit über 6 % Verlust und signalisieren anhaltenden Abwärtsdruck.
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