Rohöl sieht sich mit zusätzlichem Angebot aus dem Nahen Osten konfrontiert
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Rohölpreise stehen unter zunehmendem Abwärtsdruck, da Exporte aus dem Persischen Golf wieder ansteigen. Saudi-Arabien hat seine Ausfuhren in den vergangenen Wochen spürbar ausgeweitet. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait liefern mehr Rohöl auf den Weltmarkt.
Aktuelle Schifffahrtsdaten zeigen, dass die Ladungen aus dem Golfraum in den nächsten vier Wochen um rund 400.000 Barrel pro Tag zunehmen werden. Dieses zusätzliche Volumen trifft auf eine ohnehin schon schwache Nachfrage in Asien und Europa. China, der größte Abnehmer, hat seine Importe zuletzt kaum gesteigert.
Am ICE-Terminmarkt hat sich das Open Interest in den kurzfristigen Kontrakten erhöht, während die spekulativen Netto-Long-Positionen weiter abgebaut wurden. Der Kontrakt für Dezember notiert derzeit bei etwa 73,50 US-Dollar pro Barrel Brent.
Marktteilnehmer beobachten zudem die Entwicklung der OPEC+ Produktionsquoten. Eine formelle Anpassung der Förderziele wird für Dezember erwartet. Bis dahin dürfte das physische Überangebot aus dem Golf die Preise belasten.
Technische Indikatoren zeigen eine negative Divergenz im täglichen Chart. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 42 und signalisiert keine überkaufte Situation. Ein nachhaltiger Bruch unter 72 Dollar würde weitere Verkaufsorders auslösen.
Zusammenfassend überwiegen die fundamentalen und technischen Faktoren auf der Angebotsseite. Eine kurzfristige Erholung der Notierungen erscheint unwahrscheinlich, solange die Exportströme aus der Region nicht wieder zurückgehen.
Steigende Exporte aus dem Golf sorgen für Überangebot und belasten Rohölpreise.
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