Wie sich anhaltende Friedensgespräche auf Crude Oil auswirken
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die jüngsten Friedensinitiativen in mehreren Konfliktregionen haben die Risikoprämie bei Rohöl reduziert. Brent-Rohöl notierte zuletzt bei 73,50 US-Dollar je Barrel, WTI bei 69,80 US-Dollar. Händler beobachten vor allem die Entwicklung in Osteuropa und dem Nahen Osten.
Die OPEC+ hat ihre Förderpolitik vorerst unverändert gelassen. Saudi-Arabien und Russland halten an den vereinbarten Kürzungen fest, signalisierten jedoch Flexibilität bei einer dauerhaften Entspannung. Marktteilnehmer rechnen mit einer möglichen Anhebung der Quoten ab dem zweiten Quartal 2025, falls die Nachfrage stabil bleibt.
Auf der Nachfrageseite zeigen die chinesischen Importzahlen weiterhin Schwäche. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission meldete für September einen Rückgang der Rohölimporte um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den USA hingegen stützt die robuste Benzin-Nachfrage während der Fahrsaison die Verarbeitungsmargen der Raffinerien.
Technisch gesehen hat Brent die 200-Tage-Linie bei 78,40 US-Dollar unterschritten. Ein nachhaltiger Bruch unter 72 US-Dollar könnte weitere Abgaben Richtung 68 US-Dollar auslösen. Widerstand findet sich bei 75,20 US-Dollar.
Die Lagerbestände in Cushing, Oklahoma, sind in der vergangenen Woche um 1,8 Millionen Barrel gestiegen. Der EIA-Bericht vom Mittwoch bestätigte zudem einen Anstieg der US-Produktion auf 13,4 Millionen Barrel pro Tag.
Marktteilnehmer warten auf die nächsten Verhandlungsrunden zwischen Russland und der Ukraine sowie auf mögliche Signale aus dem Iran. Sollten Fortschritte erzielt werden, ist mit weiter sinkenden Risikoprämien zu rechnen. Gleichzeitig bleibt die globale Konjunkturentwicklung ein entscheidender Faktor für die Nachfrage im ersten Halbjahr 2025.
Friedensbemühungen reduzieren die Risikoprämie und belasten Crude Oil.
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