Rohöl legt zu, Waffenstillstand zwischen USA und Iran bleibt unsicher
KI-Sentiment-Score auf Basis von 25 Meldungen (3-Tage-Ø)
Brent-Rohöl notierte am Dienstagvormittag bei 72,40 US-Dollar je Barrel und damit rund 1,8 Prozent höher als am Vortag. WTI-Rohöl stieg auf 68,90 Dollar. Händler reagierten auf erste Meldungen über einen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran, dessen Umsetzung jedoch bereits in den ersten Stunden stockte.
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt angespannt. Iranische Behörden warnten vor möglichen Verletzungen der Vereinbarung und kündigten an, die Einhaltung genau zu überwachen. Gleichzeitig meldeten US-Militärkreise, dass Truppenbewegungen in der Region fortgesetzt würden.
Marktteilnehmer beobachten zudem die Lagerbestände in den USA. Die American Petroleum Institute veröffentlicht am Abend ihre wöchentlichen Daten. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg der Rohölbestände um etwa 1,2 Millionen Barrel. Sollte die Zahl deutlich höher ausfallen, könnte der Aufwärtsdruck auf die Preise schnell nachlassen.
Am Devisenmarkt zeigte sich der US-Dollar gegenüber einem Währungskorb leicht fester. Ein stärkerer Dollar wirkt in der Regel preisdrückend auf Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden. Dennoch überwog am Morgen der geopolitische Faktor.
Langfristig bleibt die Nachfrageentwicklung entscheidend. Die Internationale Energieagentur senkte ihre Prognose für den weltweiten Verbrauch im laufenden Jahr um 80.000 Barrel pro Tag. Grund sind schwächere Konjunkturdaten aus Europa und China.
In den nächsten Tagen dürften weitere Signale aus Nahost und die US-Lagerbestände im Mittelpunkt stehen. Eine nachhaltige Beruhigung der Lage würde den Preisspielraum nach oben begrenzen, während neue Spannungen den Aufwärtstrend unterstützen könnten.
Ölpreise steigen nach Meldung eines fragilen US-Iran-Waffenstillstands.
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