Gründe für den Rückgang der Rohölnotierungen bei anhaltendem Konflikt
KI-Sentiment-Score auf Basis von 25 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Ölpreise haben in den vergangenen Wochen nachgegeben. Brent-Rohöl notiert derzeit bei rund 73 US-Dollar pro Barrel und damit etwa 6 Prozent unter dem Niveau vom 20. Oktober. Auch US-Rohöl WTI verlor im gleichen Zeitraum über 5 Prozent.
Marktteilnehmer führen den Preisrückgang vor allem auf eine robuste Förderung außerhalb der OPEC+ zurück. Die US-Produktion liegt bei über 13,2 Millionen Barrel pro Tag. Zusätzlich erhöhten Kanada und Brasilien ihre Exporte in den asiatischen Raum.
Auf der Nachfrageseite enttäuschten die chinesischen Importzahlen. Im Oktober lagen die Rohölimporte 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Analysten von Goldman Sachs senkten ihre Prognose für das chinesische Wachstum 2025 auf 4,5 Prozent.
Die OPEC+ hält an ihren Kürzungen fest, doch die Einhaltungsquote liegt bei nur etwa 80 Prozent. Gleichzeitig bauten Hedgefonds ihre Netto-Short-Positionen in WTI auf den höchsten Stand seit Juni aus.
Geopolitische Risiken werden derzeit weniger stark eingepreist als noch im Oktober. Die Marktteilnehmer gehen davon aus, dass eine direkte Unterbrechung der Förderung oder der Schifffahrtswege im Persischen Golf unwahrscheinlich bleibt.
Technisch gesehen durchbrach Brent die 200-Tage-Linie nach unten. Nächste Unterstützungszonen liegen bei 71,50 und 69 Dollar. Ein nachhaltiger Anstieg über 78 Dollar wäre erforderlich, um das kurzfristige Bild wieder aufhellen.
Ölpreise fallen trotz Nahost-Konflikt durch hohe Förderung und schwache Nachfrage.
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