Rohöl notiert unter Höchstständen, Versorgungsrisiken bestehen weiter
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Ölpreise haben am Mittwochmorgen leicht nachgegeben. Brent-Rohöl notierte bei 86,40 US-Dollar je Barrel, WTI bei 82,15 Dollar. Damit liegen beide Sorten rund 1,8 Prozent unter den Höchstständen der vergangenen Woche.
Marktteilnehmer führen die Korrektur auf eine Gewinnmitnahme nach dem starken Anstieg der Vorwoche zurück. Gleichzeitig bleiben die fundamentalen Risiken bestehen. Die OPEC+ Staaten halten an ihren Förderkürzungen fest. Saudi-Arabien und Russland haben weitere freiwillige Kürzungen bis September angekündigt.
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und die anhaltende Unsicherheit um die libyschen Ölexporte stützen die Preise. Händler beobachten zudem die Nachfrage aus China. Die jüngsten Konjunkturdaten aus der Volksrepublik zeigten eine leichte Erholung der Industrieproduktion.
Die US-EIA veröffentlichte am Dienstag neue Lagerbestandszahlen. Die Rohölvorräte sanken um 2,1 Millionen Barrel, stärker als erwartet. Die Benzinbestände legten hingegen zu.
Technisch gesehen liegt der Widerstand für Brent bei 88,50 Dollar. Ein nachhaltiger Durchbruch könnte weitere Käufe auslösen. Unterstützung findet der Preis aktuell bei 84,80 Dollar.
Die Volatilität bleibt hoch. Händler warten auf neue Signale aus der OPEC+ Ministerkonferenz Ende Juli sowie auf die nächsten US-Inflationsdaten.
Leichte Korrektur bei Öl, geopolitische Risiken und OPEC+ Kürzungen stützen mittelfristig.
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