Rohöl beendet Abverkauf vorerst bei Marke von 70 Dollar
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Die jüngste Korrektur beim Rohöl der Sorte WTI endete vorerst an der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar. Dort trafen verstärkte Käufe von physischen Abnehmern und technisch orientierten Fonds auf das Angebot der spekulativen Verkäufer.
Die offenen Positionen der Geldverwalter hatten sich in den vorangegangenen sechs Wochen um mehr als 120.000 Kontrakte reduziert. Diese Reduzierung verlief weitgehend geordnet, ohne dass es zu einem beschleunigten Preisverfall kam. Der CFTC-Bericht vom vergangenen Dienstag zeigte, dass die Netto-Short-Positionen zwar weiter anstiegen, jedoch mit deutlich geringerer Dynamik.
Am physischen Markt zeichnet sich derweil eine leichte Entspannung ab. Die Rohölimporte Chinas lagen im September zwar unter dem Vorjahresniveau, doch die Raffinerieauslastung stabilisierte sich bei 82 Prozent. Gleichzeitig meldeten die großen Tanklager in Cushing, Oklahoma, einen Lagerabbau von 1,8 Millionen Barrel innerhalb einer Woche.
Technisch betrachtet bildete der WTI-Future eine Doppelbodenformation zwischen 68,50 und 70,80 Dollar aus. Ein nachhaltiger Anstieg über 72,50 Dollar wäre erforderlich, um die kurzfristige Abwärtstrendlinie zu überwinden. Bis dahin bleibt der Markt in einer engen Handelsspanne zwischen 69,50 und 71,80 Dollar gefangen.
Die geopolitischen Risiken im Nahen Osten haben sich zuletzt etwas verringert, nachdem Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen wieder aufgenommen wurden. Dennoch bleiben die Risikoprämien für eine mögliche Unterbrechung der Straße von Hormus weiterhin in den Terminkurven eingepreist.
Für die kommende Woche stehen die US-Lagerbestandsdaten des API und des DOE im Fokus. Erwartet wird ein erneuter Abbau von 2,5 Millionen Barrel. Sollte diese Zahl übertroffen werden, könnte der Preis erneut in Richtung 73 Dollar drehen.
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