Brent und WTI fallen nach höheren Exporten aus der Region
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Ölpreise gaben am Donnerstag nach, nachdem Berichte über eine Zunahme der Exporte aus dem Nahen Osten bekannt wurden. Brent-Rohöl fiel auf 82,40 US-Dollar je Barrel, WTI notierte bei 78,10 Dollar.
Marktteilnehmer beobachten vor allem die Ausfuhren aus Saudi-Arabien und dem Irak. Beide Länder erhöhten ihre Lieferungen in Richtung Asien. Gleichzeitig liegen die Lagerbestände in den USA weiterhin über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Die OPEC+ Staaten halten an ihrer bisherigen Förderpolitik fest. Eine formelle Anpassung der Quoten wird frühestens bei der nächsten Ministerkonferenz im Juni erwartet. Analysten gehen davon aus, dass zusätzliche Barrel aus der Region die ohnehin fragile Nachfrage weiter belasten könnten.
In den USA zeigte der wöchentliche EIA-Bericht einen leichten Rückgang der Rohölvorräte um 1,2 Millionen Barrel. Die Benzinbestände stiegen hingegen stärker als erwartet. Dies deutet auf eine verhaltene Fahrbenzin-Nachfrage hin.
Geopolitische Risiken bleiben vorhanden, haben jedoch an unmittelbarem Einfluss verloren. Die Straße von Hormus wird weiterhin ohne größere Störungen befahren. Marktteilnehmer konzentrieren sich daher stärker auf fundamentale Daten wie die chinesische Industrieproduktion und die US-Konjunkturdaten der kommenden Woche.
Technisch gesehen liegt der Brent-Kontrakt unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Ein nachhaltiger Bruch unter 81 Dollar könnte weitere Verkäufe auslösen. Unterstützung findet der Markt derzeit bei 80,50 Dollar.
Höhere Exporte aus dem Nahen Osten drücken die Ölpreise, Brent bei 82,40 USD.
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