Märkte hatten geopolitische Risiken um Iran unterschätzt
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Der Preis für Brent-Rohöl stieg am Donnerstag um mehr als zwei Prozent auf 78,40 US-Dollar pro Barrel. WTI-Rohöl notierte bei 74,90 US-Dollar. Händler reagierten auf Meldungen, dass die Gespräche zwischen Iran und westlichen Staaten über eine neue Nuklearvereinbarung keine Fortschritte erzielten.
Marktteilnehmer hatten zuvor angenommen, dass eine Einigung den iranischen Ölexport rasch erhöhen würde. Analysten der Commerzbank schrieben in einer Mitteilung, die Märkte hätten die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns zu niedrig eingeschätzt. Die geopolitische Prämie sei daher wieder gestiegen.
Die OPEC+ Förderpolitik bleibt unverändert. Saudi-Arabien und Russland halten ihre Quoten bei. Gleichzeitig meldete die EIA, dass die US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche um 2,3 Millionen Barrel zurückgegangen sind. Die Nachfrage nach Diesel und Flugbenzin in den Vereinigten Staaten lag über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Am Devisenmarkt notierte der Euro bei 1,0850 US-Dollar. Der US-Dollar-Index stieg leicht auf 104,20 Punkte. Gold bewegte sich wenig verändert bei 2.340 US-Dollar je Feinunze.
Händler erwarten nun die nächsten Verhandlungsrunden zwischen Teheran und den europäischen Staaten. Sollte es keine Einigung geben, könnte der Ölpreis in den kommenden Wochen weiter steigen. Die Volatilität an den Terminmärkten hat bereits zugenommen.
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