Crude Oil findet Boden, Aufwärtspotenzial bleibt bestehen
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Notierungen für WTI-Rohöl haben sich in der vergangenen Woche oberhalb von 72 US-Dollar je Barrel gehalten. Nachdem der Kontrakt Mitte Oktober bis auf 68,50 Dollar gefallen war, gelang es den Käufern, den Abverkauf zu stoppen.
Marktteilnehmer führen die Beruhigung auf eine Kombination aus reduzierten OPEC+-Fördermengen und anhaltend niedrigen US-Rohölvorräten zurück. Die wöchentlichen EIA-Daten zeigten zuletzt einen Lagerabbau von 2,1 Millionen Barrel.
Gleichzeitig bleibt die globale Nachfrage nach Diesel und Flugkraftstoff saisonal robust. Die Raffinerieauslastung in den USA liegt derzeit bei 87 Prozent und damit über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Charttechnisch hat sich ein Aufwärtstrendkanal zwischen 70 und 78 Dollar etabliert. Ein nachhaltiger Schlusskurs über 76 Dollar würde das nächste Kursziel bei 79,50 Dollar aktivieren.
Auf der Angebotsseite sorgt die geopolitische Lage im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheit. Die Förderung in Libyen bleibt unterbrochen, während der Iran-Export trotz Sanktionen leicht anstieg.
Die spekulative Positionierung hat sich zuletzt neutralisiert. Nach CFTC-Daten reduzierten Hedgefonds ihre Netto-Long-Positionen in WTI um 18.000 Kontrakte. Dies deutet auf eine gesunde Konsolidierung hin.
Für die kommenden Wochen bleibt entscheidend, ob die chinesische Nachfrage nach Rohölimporten stabil bleibt. Erste Daten für November zeigen eine leichte Erholung gegenüber dem Vormonat.
Zusammengefasst bietet das aktuelle Kursniveau weiterhin ein asymmetrisches Chance-Risiko-Verhältnis für eine Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends.
Ölpreis stabilisiert sich über 72 USD mit intaktem Aufwärtspotenzial.
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