Crude Oil: Risikoprämie für die Straße von Hormus schwindet
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Risikoprämie für Rohöl, die nach den Spannungen im Nahen Osten entstanden war, nimmt spürbar ab. Händler bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Blockade der Straße von Hormus derzeit niedriger ein als noch vor wenigen Wochen.
Gleichzeitig wächst das globale Angebot. Die OPEC+ Staaten haben ihre Förderung teilweise wieder erhöht, während die Produktion außerhalb der Gruppe, insbesondere in den USA, Brasilien und Guyana, weiter zunimmt. Die Lagerbestände in den USA sind in den vergangenen Wochen nur moderat gesunken.
Die Nachfrageentwicklung bleibt uneinheitlich. In China deuten die jüngsten Konjunkturdaten auf eine anhaltend schwache industrielle Aktivität hin. In den OECD-Ländern stützt der Flugverkehr zwar die Nachfrage nach Kerosin, der Absatz von Diesel und Heizöl zeigt jedoch keine klare Aufwärtsdynamik.
Technisch hat die Sorte Brent die Marke von 78 Dollar je Barrel unterschritten. Sollte der Preis unter 76 Dollar fallen, ergeben sich weitere charttechnische Verkaufssignale. Die Volatilität ist zuletzt zurückgegangen, was auf eine geringere Unsicherheit am Markt hindeutet.
Marktteilnehmer beobachten nun vor allem die wöchentlichen US-Lagerzahlen und die nächste OPEC+ Sitzung. Eine deutliche Aufstockung der Förderquoten könnte den Preisdruck weiter erhöhen.
Hormuz-Risikoprämie baut sich ab, während das Ölangebot steigt und den Preis belastet.
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