Globale LNG-Frachtrouten im Spannungsfeld von Nachfrage und Speichern
KI-Sentiment-Score auf Basis von 2 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der globale LNG-Markt steht unter Druck durch wachsende Lagerbestände in Europa und Asien. Händler berichten von erhöhten Beständen in den Niederlanden und in Südkorea, die den Bedarf an neuen Importen dämpfen.
Auf den Frachtrouten nimmt die Konkurrenz zwischen US-Exporteuren und Anbietern aus Katar und Australien zu. Die Frachtraten für LNG-Tanker sind in den vergangenen Wochen um etwa 8 Prozent gestiegen, was die Margen für asiatische Abnehmer verringert.
Die Nachfrageprognosen für den Winter 2024/2025 bleiben uneinheitlich. Während China weitere LNG-Käufe angekündigt hat, halten japanische Versorger ihre Bestellungen derzeit zurück. Die Lager in Japan liegen 12 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt.
Europäische Importe lagen im September bei 4,8 Millionen Tonnen und damit unter den Erwartungen der Analysten. Die hohen Speicherfüllstände in Deutschland und den Niederlanden reduzieren den Bedarf an zusätzlichen LNG-Lieferungen bis Jahresende.
US-Exporteure verzeichnen dennoch stabile Auslastungen ihrer Terminals. Cheniere und Freeport LNG melden Auslastungsquoten von über 90 Prozent. Die Exportmengen nach Europa sind jedoch gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen.
Die Preise für LNG in Asien notieren derzeit bei etwa 11,80 USD pro Million BTU. In Europa liegt der TTF-Preis bei 38 Euro pro MWh. Beide Notierungen zeigen eine leichte Abwärtsneigung seit Mitte September.
Marktteilnehmer beobachten die Entwicklung der Speicherbestände genau. Ein früher Wintereinbruch könnte die Nachfrage rasch ansteigen lassen, während milde Temperaturen die Überkapazitäten weiter vergrößern würden.
Hohe Lager und Frachtkonkurrenz belasten LNG-Preise kurzfristig.
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