Irak prüft Verlassen der OPEC für höhere Produktionsziele
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Der Irak hat angekündigt, einen möglichen Austritt aus der OPEC in Betracht zu ziehen. Ziel ist es, die eigene Rohölproduktion ohne die Beschränkungen des Kartells deutlich zu erhöhen.
Offizielle Vertreter des Landes verwiesen auf die Notwendigkeit höherer Einnahmen zur Finanzierung des Staatshaushalts. Die derzeitigen OPEC-Quoten liegen für den Irak bei rund 4,0 Millionen Barrel pro Tag.
Eine Abkehr von der Allianz würde es Bagdad erlauben, die Förderung an die tatsächliche Kapazität von etwa 5 Millionen Barrel anzupassen. Analysten sehen darin ein Risiko für die ohnehin fragile Preisstabilisierung innerhalb der OPEC+.
Die OPEC hatte zuletzt im September weitere Kürzungen beschlossen, um einem Preisverfall entgegenzuwirken. Der Irak gehörte jedoch zu den Mitgliedern, die ihre Quoten wiederholt überschritten haben.
Marktteilnehmer rechnen bei einem tatsächlichen Austritt mit zusätzlichen 500.000 bis 800.000 Barrel täglich auf dem Weltmarkt. Dies könnte den ohnehin bestehenden Überangebotsdruck verstärken.
Brent-Rohöl notierte zuletzt bei etwa 74 US-Dollar je Barrel. Händler beobachten die Entwicklungen in Bagdad genau, da weitere OPEC-Mitglieder ähnliche Überlegungen anstellen könnten.
Die irakische Ölindustrie ist stark von ausländischen Investoren abhängig. Ein Bruch mit der OPEC könnte langfristig auch Vertragsbeziehungen mit Unternehmen wie BP und ExxonMobil beeinflussen.
Die OPEC hat bislang keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Beobachter erwarten jedoch, dass ein Austritt des zweitgrößten OPEC-Produzenten nach Saudi-Arabien erhebliche Auswirkungen auf die Verhandlungen im November haben würde.
Irak-Austrittspläne aus der OPEC erhöhen das Angebot und belasten die Ölpreise.
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