Mehr Rohöl aus dem Golf, doch asiatische Käufer bleiben preissensibel
KI-Sentiment-Score auf Basis von 25 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Golfstaaten haben in den vergangenen Wochen ihre Rohölangebote deutlich ausgeweitet. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate melden höhere Exportvolumina nach Asien, nachdem die OPEC+ ihre Förderkürzungen teilweise gelockert hat.
Asiatische Raffinerien zeigen sich jedoch zurückhaltend. Käufer in Indien, China und Südkorea lehnen Aufschläge ab und greifen stattdessen auf alternative Lieferquellen oder Lagerbestände zurück. Dies führt zu einem spürbaren Nachfragerückgang bei den teureren Sorten aus dem Nahen Osten.
Marktdaten zeigen, dass die Aufschläge für Basra Light und Arab Light gegenüber den Referenznotierungen in den letzten zehn Tagen um 0,40 bis 0,70 US-Dollar je Barrel gesunken sind. Gleichzeitig notiert die Brent-Rohöl-Futures-Kontrakt für Dezember bei rund 73,50 US-Dollar je Barrel.
Analysten sehen darin ein Zeichen dafür, dass das zusätzliche Angebot aus dem Golf derzeit nicht vollständig vom Markt aufgenommen wird. Sollte die Nachfrage aus Asien nicht rasch anziehen, könnte dies zu einem weiteren leichten Preisdruck in den kommenden Wochen führen.
Die OPEC+ plant für Dezember eine weitere Überprüfung der Förderpolitik. Marktteilnehmer erwarten, dass die Gruppe die aktuellen Exportzahlen genau beobachten wird, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden.
Mehr Golföl trifft auf ablehnende asiatische Raffinerien und erzeugt leichten Abwärtsdruck auf die Rohölpreise.
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