Hawkish Fed drückt Gold trotz geopolitischer Entspannung
KI-Sentiment-Score auf Basis von 15 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis sank am Dienstag, nachdem Berichte über mögliche Fortschritte bei Friedensgesprächen im Nahen Osten keine nachhaltige Unterstützung lieferten. Marktteilnehmer konzentrierten sich stattdessen auf die jüngsten Äußerungen der Federal Reserve, die eine längere Phase höherer Zinsen signalisierten.
Der Dezember-Kontrakt für Gold an der COMEX notierte zuletzt bei 2.638 US-Dollar pro Unze und lag damit rund 1,1 Prozent unter dem Vortagesschluss. Die US-Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg auf 4,12 Prozent, was den Aufwärtsdruck auf den US-Dollar verstärkte und Gold als nicht verzinsliche Anlage belastete.
Analysten verwiesen darauf, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember nach den jüngsten Inflationsdaten auf etwa 55 Prozent gesunken ist. Die Fed habe klargestellt, dass sie bei anhaltend hoher Teuerung keine voreiligen Lockerungen vornehmen werde.
Geopolitische Risiken bleiben zwar bestehen, doch der Markt preist derzeit eine geringere Wahrscheinlichkeit einer Eskalation ein. Dies führte zu einer Reduzierung von Absicherungspositionen in Gold-Futures, wie aus den Daten der CFTC hervorgeht.
Technisch gesehen durchbrach der Preis die 50-Tage-Linie bei 2.665 Dollar. Ein nachhaltiger Bruch unter 2.620 Dollar könnte weitere Verkäufe auslösen, während ein Anstieg über 2.680 Dollar die kurzfristige Richtung wieder neutralisieren würde.
Die Volatilität gemessen am VIX-Gold-Indikator blieb erhöht, was auf anhaltende Unsicherheit hindeutet. Institutionelle Investoren hielten ihre Netto-Long-Positionen weitgehend stabil, reduzierten jedoch neue Käufe.
Goldpreis unter Druck durch hawkish Fed trotz geopolitischer Entspannung.
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