Analyse: Ursachen für den Rückgang des Goldpreises liegen nicht im Ukraine-Konflikt
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Der Goldpreis notiert derzeit deutlich unter den im ersten Quartal erreichten Hochs. Analysten führen den Rückgang auf steigende reale Renditen und einen stärkeren US-Dollar zurück.
Im März 2023 erreichte der Goldpreis ein Hoch von über 2.050 USD pro Feinunze. Seitdem hat das Metall mehr als 150 USD verloren. Entgegen der Erwartung vieler Marktteilnehmer hat die Eskalation im Nahen Osten den Preis nicht nachhaltig stützen können.
Entscheidend für die Preisentwicklung sind die Erwartungen an die US-Geldpolitik. Die Rendite zehnjähriger inflationsgeschützter US-Staatsanleihen ist seit September deutlich gestiegen. Höhere reale Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für Goldbesitz.
Der US-Dollar-Index hat im gleichen Zeitraum um rund drei Prozent zugelegt. Eine stärkere US-Währung verteuert Gold für ausländische Käufer und dämpft die Nachfrage.
Physische Nachfrage aus Asien bleibt zwar stabil, reicht aber nicht aus, um die Preisabschwächung zu kompensieren. ETF-Abflüsse haben sich in den letzten Wochen wieder verstärkt.
Technische Indikatoren zeigen eine kurzfristig neutrale bis leicht negative Tendenz. Wichtige Unterstützung liegt bei 1.920 USD, während ein nachhaltiger Anstieg über 1.980 USD erforderlich wäre, um die Aufwärtstrendlinie wiederzubeleben.
Marktteilnehmer beobachten nun die nächsten US-Arbeitsmarktdaten und die Äußerungen der Federal Reserve. Eine weniger restriktive Haltung der Notenbank könnte den Goldpreis kurzfristig stützen.
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