Zweifel an Haltbarkeit von Friedensabkommen belasten Gold
KI-Sentiment-Score auf Basis von 16 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis hat in der vergangenen Woche nachgegeben. Marktteilnehmer reagierten auf Berichte, wonach bestehende Friedensgespräche fragiler sind als zunächst angenommen.
Am Montag notierte das Metall bei 2314 US-Dollar je Feinunze. Das entspricht einem Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber der Vorwoche. Technische Indikatoren zeigen eine Verletzung der 50-Tage-Linie, was weitere Abgaben begünstigen könnte.
Die US-Rendite zehnjähriger Staatsanleihen stieg zeitgleich auf 4,35 Prozent. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für nicht verzinsliche Metalle. Gleichzeitig legte der Dollar-Index um 0,6 Prozent zu und belastete damit die Nachfrage aus anderen Währungsräumen.
Optionsdaten deuten auf eine erhöhte Absicherungsnachfrage bei Put-Optionen mit Strike-Preisen um 2280 Dollar hin. Analysten der Commerzbank sehen das nächste Unterstützungsniveau bei 2290 Dollar. Ein nachhaltiger Bruch darunter könnte den Weg Richtung 2250 Dollar öffnen.
Auf der Angebotsseite meldete der World Gold Council für das erste Quartal einen Rückgang der Minenproduktion um 2 Prozent. Die physische Nachfrage aus Indien und China blieb jedoch stabil. Schmuckfabrikanten in Mumbai meldeten eine leichte Abschwächung der Bestellungen, die jedoch saisonal bedingt sein könnte.
Die nächsten Impulse werden von der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Mittwoch erwartet. Sollte die Kernrate über den Prognosen liegen, dürfte der Abwärtsdruck auf Gold anhalten. Ein schwächeres Ergebnis könnte hingegen zu einer kurzfristigen Gegenbewegung führen.
Zweifel an Friedensabkommen verstärken Abwärtsdruck auf Gold.
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