Fed-Politik bestimmt Goldpreis stärker als geopolitische Spannungen
KI-Sentiment-Score auf Basis von 16 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis notiert derzeit bei rund 2.580 US-Dollar pro Feinunze und hat damit seit Anfang September etwa 1,8 Prozent verloren. Analysten führen diese Entwicklung vor allem auf die erwartete Zinspolitik der US-Notenbank zurück.
Die Fed signalisierte zuletzt eine mögliche Zinssenkung im September, doch die Marktteilnehmer preisen bereits weitere Lockerungen ein. Dadurch steigt die Attraktivität von US-Staatsanleihen, während der nicht verzinsende Rohstoff Gold an Reiz verliert.
Geopolitische Risiken in Nahost und der Ukraine haben bislang keine nachhaltige Nachfrage nach physischem Gold ausgelöst. Die ETF-Bestände stagnieren, und die wöchentlichen Daten der CFTC zeigen eine leichte Reduzierung der Netto-Long-Positionen von Spekulanten.
Technisch gesehen liegt der Preis unter dem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Ein nachhaltiger Bruch unter 2.550 Dollar könnte weitere Verkäufe auslösen. Auf der Oberseite bildet das Niveau von 2.620 Dollar den nächsten Widerstand.
Die Comex-Lagerbestände sind in den vergangenen Wochen leicht gestiegen, was auf ein ausreichendes physisches Angebot hindeutet. Gleichzeitig melden die großen Minenproduzenten stabile Fördermengen.
Der US-Dollar-Index hält sich über 101 Punkten und profitiert von der relativen Stärke der amerikanischen Wirtschaftsdaten. Ein festerer Dollar belastet in der Regel den Goldpreis in Dollar.
Marktteilnehmer warten nun auf die nächsten Inflations- und Arbeitsmarktdaten sowie die Fed-Sitzung Mitte September, um die weitere Richtung des Goldpreises einzuschätzen.
Gold verliert trotz geopolitischer Risiken an Auftrieb durch erwartete Fed-Zinssenkungen.
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