Goldpreis entwickelt sich unabhängig von Zins- und Dollarentwicklung
KI-Sentiment-Score auf Basis von 15 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis hat in den vergangenen Wochen erneut zugelegt und notiert nahe seinem Allzeithoch. Dabei zeigt sich der Markt unbeeindruckt von den üblichen makroökonomischen Einflussfaktoren.
Normalerweise führt ein Anstieg der realen Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen zu einem Rückgang des Goldpreises. In der aktuellen Phase bleibt dieser Zusammenhang jedoch aus. Der Dollar-Index hat sich gleichzeitig auf hohem Niveau gehalten, ohne den Aufwärtstrend bei Gold spürbar zu bremsen.
Marktteilnehmer führen die Entwicklung auf anhaltende geopolitische Unsicherheiten und eine weiterhin robuste physische Nachfrage zurück. Zentralbanken in Schwellenländern haben ihre Käufe nicht reduziert. Auch ETF-Zuflüsse haben sich in den letzten Wochen stabilisiert.
Technisch betrachtet liegt der Widerstand bei 2.680 US-Dollar je Feinunze. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte weitere Short-Positionen auflösen und den Kurs in Richtung 2.720 Dollar treiben. Unterstützung findet der Preis derzeit bei 2.630 Dollar.
Die nächsten Impulse werden voraussichtlich von den US-Arbeitsmarktdaten und der weiteren Entwicklung der Fed-Politik erwartet. Solange keine deutliche Abschwächung der US-Konjunkturdaten eintritt, bleibt das makroökonomische Umfeld für Gold eher neutral bis leicht negativ.
Gold setzt Aufwärtstrend fort, trotz höherer US-Renditen und starkem Dollar.
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