Gold reagiert auf zurückkehrende Wachstums- und Inflationsdaten
KI-Sentiment-Score auf Basis von 16 Meldungen (3-Tage-Ø)
Der Goldpreis hat nach der letzten Entscheidung der US-Notenbank erneut die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bewertet. Händler beobachten vor allem die Entwicklung der Verbraucherpreise und der Wachstumsindikatoren in den Vereinigten Staaten.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bewegte sich zuletzt um 4,3 Prozent. Dieses Niveau übt weiterhin Druck auf nicht verzinsende Anlagen wie Gold aus. Gleichzeitig stützen geopolitische Unsicherheiten und anhaltende Käufe durch Zentralbanken den Preis.
Am Terminmarkt verzeichnete der offene Interest bei Gold-Futures einen leichten Rückgang. Die spekulativen Netto-Long-Positionen lagen bei etwa 145.000 Kontrakten. Analysten sehen darin ein Zeichen für vorsichtige Positionierung vor den nächsten Datenveröffentlichungen.
Die jüngsten US-Inflationszahlen lagen leicht über den Erwartungen. Sollten die Daten in den kommenden Wochen weiterhin robust ausfallen, könnte die Wahrscheinlichkeit für eine baldige Zinssenkung sinken. Dies würde den US-Dollar stützen und Gold tendenziell belasten.
Auf der Angebotsseite meldeten die großen Minenbetreiber stabile Fördermengen. Die physische Nachfrage aus Asien blieb auf hohem Niveau, insbesondere in Indien vor dem bevorstehenden Festtagszeitraum.
Technisch bewegt sich der Preis um die Marke von 2.650 US-Dollar pro Feinunze. Ein nachhaltiger Bruch unter 2.620 Dollar könnte weitere Verkäufe auslösen. Oberhalb von 2.700 Dollar besteht hingegen Raum für eine Erholung.
Marktteilnehmer richten den Blick nun auf die nächsten Veröffentlichungen zum US-Arbeitsmarkt und zur Kerninflation. Diese Daten dürften entscheidend dafür sein, ob Gold seine jüngsten Gewinne halten kann.
Gold bleibt nach Fed-Entscheidung neutral, Inflationsdaten entscheiden über nächste Richtung.
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