Goldpreis-Rückgang führt zu überarbeiteten Jahreszielen
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Der Goldpreis hat seit Mitte Januar deutlich nachgegeben. Von den Rekordhochs bei 2.790 USD fiel der Kurs bis auf 2.640 USD. Analysten sehen technische Gründe und eine stärkere US-Währung als Hauptursachen.
Mehrere Banken haben ihre Jahresendziele für 2025 bereits nach unten angepasst. Goldman Sachs senkte das Ziel von 3.000 auf 2.850 USD. Auch JPMorgan und UBS korrigierten ihre Schätzungen um 80 bis 120 USD nach unten.
Die US-Notenbank signalisierte zuletzt weniger Zinssenkungen als zuvor erwartet. Höhere Realzinsen belasten Gold als Nicht-Zinsanlage. Gleichzeitig stieg der Dollar-Index auf ein Zweimonatshoch.
Physische Nachfrage aus Asien bleibt jedoch stabil. Indische und chinesische Schmuckkäufer nutzen die Kursrückgänge für Nachkäufe. Die ETF-Zuflüsse in Europa und Nordamerika haben sich dagegen abgeschwächt.
Am Terminmarkt stieg das spekulative Nettolong-Engagement der Commercials leicht an. Dies deutet auf eine vorsichtige Rückkehr von Hedgefonds hin. Dennoch liegt das Gesamtengagement weiter unter dem Niveau von Dezember.
Technisch liegt die nächste Unterstützung bei 2.620 USD. Ein Bruch darunter könnte den Weg zu 2.580 USD öffnen. Widerstand bildet die Zone um 2.720 USD.
Die weitere Entwicklung hängt stark vom Verlauf der US-Inflationsdaten und den nächsten Fed-Protokollen ab. Solange keine deutliche Entspannung bei den Realzinsen eintritt, dürfte Gold volatil und eher seitwärts tendieren.
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