Goldpreis erreicht tiefsten Stand seit Februar und testet wichtige Marken
KI-Sentiment-Score dieser Meldung
Der Goldpreis hat am Mittwoch ein neues Acht-Monats-Tief bei 2.327 US-Dollar erreicht. Die Notierung liegt damit rund 170 Dollar unter dem Hoch vom Oktober. Technische Indikatoren zeigen weiterhin nach unten, nachdem der Preis unter die 50-Tage-Linie gefallen ist.
Marktteilnehmer führen den Rückgang auf eine Kombination aus steigenden US-Zins- und Renditeerwartungen sowie einem stärkeren US-Dollar zurück. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte zeitweise über 4,3 Prozent und übte zusätzlichen Druck auf den nicht verzinsenden Rohstoff aus.
Am Terminmarkt reduzierte das Spekulantenlager laut CFTC-Daten die Netto-Long-Positionen in Gold-Futures auf den niedrigsten Stand seit Juni. Gleichzeitig stiegen die Open Interest auf neue Hochs, was auf anhaltende Short-Aktivität hindeutet.
Auf der Angebotsseite meldete der World Gold Council für das dritte Quartal einen Rückgang der ETF-Zuflüsse in physisch hinterlegte Goldprodukte. Zentrale Banken kauften zwar weiter, das Volumen blieb jedoch unter den Rekordwerten des Vorjahres.
Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung bei 2.310 Dollar, gefolgt von 2.280 Dollar. Ein nachhaltiger Anstieg über 2.380 Dollar wäre erforderlich, um die kurzfristige Abwärtsstruktur zu neutralisieren.
Die Volatilität gemessen am 20-Tage-Durchschnitt liegt bei 13 Prozent und damit leicht über dem langjährigen Mittelwert. Händler erwarten vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag weitere Richtungsbewegungen.
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