Fleischpreise erreichen trotz Einbruch am Freitag historische Höchststände

Live Cattle — Monika Kubala, Unsplash

Die Fleischpreise steigen und steigen

Der FAO-Fleischpreisindex kletterte auf ein neues Allzeithoch von 127,3 Punkten und übertraf damit den bisherigen Rekordwert vom Juni um 1,2 Prozent. Die starke Importnachfrage aus China und den Vereinigten Staaten trieb insbesondere die Preise für Rind- und Schaffleisch nach oben. Die Cash- und Futures-Märkte zeigten in den vergangenen 30 Tagen eine klare Richtung und gelten mit über zwei Standardabweichungen als extrem überkauft. Der Cash-Markt ist im Verhältnis zum Composite Cutout überdehnt, was eine Korrektur wahrscheinlich macht.

 

Aktuell gehandelte Rinderfutures — Screenshots: barchart.com

 

Der monatliche Lebensmittel-Preisindex der FAO und die Indizes für Fleisch, Cerealien und Pflanzenöle — Der Food Price Index besteht aus dem Durchschnitt der 5 Rohstoffgruppen-Preisindizes Meat, Dairy, Cereals, Oils und Sugar, gewichtet mit den durchschnittlichen Exportanteilen jeder Gruppe für den Zeitraum 2014-2016 (d.h. Ø 2014-2016 = 100)

 

Handelsaktivitäten und Marktdynamik

Am Freitag fielen die Futures für Lebendvieh in allen Frontmonaten um 5,70 bis 6,25 Dollar. Trotz dieser Verluste konnte der August-Kontrakt in der vergangenen Woche um 2,42 Dollar zulegen. Aufgrund der Limitverluste bei den Feedern wurden die Limits für Lebendrinder auf 10,75 Dollar erweitert.

Der Cash-Handel blieb schwach: Im Norden lag der Preis bei 245 Dollar - unverändert bis 2 Dollar niedriger als in der Vorwoche. Der Süden notierte bei 235 Dollar ohne Veränderung. Bei der Online-Auktion der Fed Cattle Exchange am Freitagmorgen erzielten 220 von 600 angebotenen Tieren BidTheGrid™-Verkäufe zwischen 240,50 und 245 Dollar.

Die Mastrinder-Futures verzeichneten ebenfalls geringe Verluste, wobei der August-Preis dennoch um 4,82 Dollar höher als eine Woche zuvor schloss. Die Limits werden auf 13,75 Dollar ausgeweitet. Der CME Feeder Cattle Index stieg am 7. August um weitere 24 Cents auf 337,21 Dollar.

 


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Dürre belastet US-Rinderbestände

In den USA führte eine anhaltende Dürreperiode zu einem deutlichen Rückgang der heimischen Rinderbestände, was wiederum die Rindfleischimporte ankurbelte. Die aktuellen Futures-Preise für Lebendrinder, Mastrinder und magere Schweine zeigen einen anhaltenden Aufwärtstrend mit erheblicher Backwardation in der Terminkurve.

Schlachtungszahlen und Großhandelspreise

Die USDA-Großhandelspreise für Boxed Beef entwickelten sich uneinheitlich. Die geschätzten Rinderschlachtungen der letzten Woche beliefen sich auf 536.000 Stück - lediglich 1.000 Tiere mehr als in der Vorwoche, aber 51.582 Tiere weniger als im Vergleichszeitraum 2024.

Marktausblick für Fed-Cattle

Kommende Woche: Größere Angebotsmengen werden erwartet bei stärkerer Entwicklung des Beef-Komplexes. Fed-Preise dürften im Süden nahe 234 Dollar liegen, während im Norden weiterhin Aufschläge erwartet werden.

Ende August bis September: Das Angebot wird leicht steigen, hauptsächlich im Norden, bleibt aber historisch betrachtet überschaubar. Die saisonal zunehmende Rindfleischproduktion wird den Beef-Komplex begrenzen. Bei einem Composite Cutout zwischen 350 und 260 Dollar nach Labor Day läge das Cash-Risiko wieder bei etwa 225 Dollar.

Oktober bis Dezember: Die Fed-Cattle-Bestände werden zum Jahresende abnehmen und sowohl saisonal als auch historisch knapp bleiben. Der Beef-Komplex wird durch die Feiertagsnachfrage gestützt, was die Verarbeiter zwingen wird, Rinder mit Verlust zu schlachten, um die Rippenbestellungen zu erfüllen. Dies resultiert in einem Cash-Markt nahe 230 Dollar oder darüber bei geringer Nord-Süd-Spanne.

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