Terminmarkt-Preise für Brent fallen, Fundamentaldaten zeigen Stabilität
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Notierungen für Brent-Rohöl sind in den vergangenen Handelstagen deutlich zurückgefallen. Der Frontkontrakt notierte zuletzt bei rund 73,80 US-Dollar pro Barrel und damit etwa 4 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche.
Analysten verweisen jedoch auf eine anhaltend robuste Nachfrage nach physischem Rohöl. In Asien haben Raffinerien ihre Auslastung in den letzten Wochen erhöht. Besonders in Indien und China liegen die Importzahlen weiterhin über dem Vorjahresniveau.
Auf der Angebotsseite bleibt die Lage angespannt. Die OPEC+ Staaten halten an ihren Förderkürzungen fest. Gleichzeitig melden mehrere nordseeische Produzenten planmäßige Wartungsarbeiten, die das verfügbare Volumen kurzfristig reduzieren.
Am Terminmarkt überwiegen derzeit Short-Positionen von spekulativen Anlegern. Das Open Interest im ICE Brent-Kontrakt ist seit Mitte September um mehr als 15 Prozent gestiegen. Gleichzeitig zeigt der CFTC-Report einen Anstieg der Netto-Short-Positionen auf den höchsten Stand seit Juni.
Die physischen Spreads zwischen Dated Brent und den Forward-Kontrakten haben sich in den vergangenen Tagen jedoch kaum verändert. Dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage nach sofort verfügbarem Rohöl stabil bleibt.
Marktteilnehmer beobachten nun die bevorstehenden Lagerbestandsdaten der EIA. Ein weiterer Rückgang der US-Rohölvorräte könnte den Preisdruck am Terminmarkt zumindest teilweise abfedern.
Langfristig bleibt die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ein zentraler Faktor. Aktuelle Konjunkturdaten aus Peking zeigen erste Anzeichen einer Stabilisierung der Industrieproduktion.
Brent-Kurse fallen, physische Fundamentaldaten bleiben jedoch stabil und stützen mittelfristig höhere Preise.
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