Asiatische Raffinerien kaufen weniger Rohöl als vor dem Ukraine-Krieg
KI-Sentiment-Score auf Basis von 26 Meldungen (3-Tage-Ø)
Die Rohölimporte der größten asiatischen Abnehmer beliefen sich im Dezember auf durchschnittlich 21,8 Millionen Barrel pro Tag. Das entspricht einem Rückgang von 1,4 Millionen Barrel gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 2021.
China, Indien, Japan und Südkorea zusammen importierten im gesamten Jahr 2024 rund 20,9 Millionen Barrel täglich. Gegenüber dem Vorkriegsjahr 2021 bedeutet dies einen Rückgang von 6,3 Prozent.
Die Daten stammen aus Schiffs-Tracking-Analysen und Zollstatistiken. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Importen aus dem Nahen Osten, die um 8 Prozent niedriger ausfielen als 2021.
Indien erhöhte zwar seine Käufe russischen Rohöls auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag, konnte den Ausfall anderer Lieferanten jedoch nicht vollständig kompensieren. Chinas Raffinerien drosselten zudem die Verarbeitung wegen schwacher Diesel- und Benzin-Nachfrage.
Marktteilnehmer sehen in den anhaltend niedrigen Importzahlen ein Zeichen für eine schwächere Nachfrage in Asien. Die IEA hatte zuvor ihre Prognose für den asiatischen Verbrauch 2025 bereits um 180.000 Barrel pro Tag nach unten korrigiert.
Die Lagerbestände in Singapur und Fujairah liegen weiterhin über dem Fünfjahresdurchschnitt. Dies deutet auf ein anhaltendes Überangebot in der Region hin.
Asiens Rohölimporte bleiben unter Vorkriegsniveau und signalisieren schwächere Nachfrage.
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