Wie geht es mit dem Goldpreis weiter?

Geht der Goldpreis weiter nach oben?

Gold befindet sich seit einiger Zeit auf Talfahrt. Jetzt ist es an einem Widerstand abgeprallt, kurz aufgetitscht und bewegt sich nun wieder nach oben. Wird dieser Trend anhalten? Wird der Goldpreis wieder anziehen? In diesem Artikel und dem dazu aufgezeichneten Video erkläre dir, warum wir bei InsiderWeek durchaus dieser Meinung sind.

Werfen wir zunächst einen Blick in die jüngere Vergangenheit.

Der Goldpreis in Corona-Zeiten

 

Goldpreis in Zeiten von Corona

Abb. 1: Der Goldpreis in Zeiten von Corona

 

Betrachten wir zunächst einmal die Entwicklung des Goldpreises im Verlauf der letzten Monate. Am 11.03.2020 erklärte die WHO Corona zur globalen Pandemie. Im Nachklang dieses Ereignisses kam es an den Börsen zu einer unvorhergesehenen Volatilität. Wir alle erinnern uns noch an den Absturz des Rohölpreises, der Crude Oil Futures notierte kurzfristig bei 6.50. Auch Gold blieb von diesem Schock nicht verschont und stürzte von 1704.30 am 08.03. ab auf 1450.90 am 16.03.

Keiner wusste, wie es mit der Krise weitergehen würde. Und in Krisenzeiten war Gold schon immer ein sicherer Hafen. So konnte auch jetzt das Edelmetall sich rasch erholen zu neuen Höhen aufschwingen. Und am 07.08. erreichte es bei 2089.20 sein bisheriges Allzeithoch.

 

 

Von diesem Peak ging es dann langsam aber stetig wieder abwärts, und nach genau einem Jahr, am 08.03.2021 erreichte es mit 1673.30 ungefähr den selben den Wert, den es bei der Ausrufung der Pandemie innehatte.

Dieser Kurs bei etwa 1671 stellte sich als stabiler Widerstand heraus, Gold stieg leicht an und kam noch einmal am 31.03. auf den Wert zurück.

Seitdem geht es wieder aufwärts mit dem Goldpreis, und im April konnte das gelbe Metall eine relative Performance von +3,56% aufweisen:

 

Perfomance Gold März 21

Abb. 2: Performance Gold im März 2021

 

Wird dieser Trend nach oben anhalten? Wir wissen es nicht, aber es gibt einige Hinweise darauf, dass sich in nächster Zeit einiges am Goldmarkt tun wird.

Die aktuellen Aussichten für den Goldmarkt

1. Schweiz

Die Schweizer Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat die Außenhandelsdaten für den März veröffentlicht. Die Schweiz bedient rund ⅔ des weltweiten Goldmarkts und ist führend in der Verarbeitung des Edelmetalls. In den Schweizer Raffinerien wird das Gold umgegossen und wieder exportiert.

Gold- Im- und Exporte sind extrem gestiegen. Im März wurden 264,4 Tonnen Gold in die Schweiz geschafft, der größte Teil davon aus Großbritannien.

In London werden große Teile des weltweiten, an ETFs gebundenen Goldmengen gelagert. Und hier gab es in den vergangenen Monaten erhebliche Abflüsse.

Diese Importmenge stellt eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr dar und ist die größte Menge seit 2016, als die EZV begann, die Zahlen zu veröffentlichen.

Gleichzeitig exportierte die Schweiz 134,7 Tonnen Gold, 28% mehr als im Vormonat und ganze 48% mehr als im gleichen Monat 2020.

82,6 Tonnen wurden nach Indien exportiert, 9,4 Tonnen nach China.

2. China

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet am 16.04.2021 unter Berufung auf fünf zuverlässige Quellen:

EXCLUSIVE China opens its borders to billions of dollars of gold imports

Artikel vom 16.04.2021 bei reuters.com

Abb. 3: Artikel vom 16.04.2021 bei reuters.com

 

Danach hat China in- und ausländische Banken aufgefordert, im großen Maße Gold ins Land zu importieren. Damit will man offensichtlich den unter Druck geratenen Goldpreis am Weltmarkt stützen.

Es wird vermutet, dass China in den nächsten Monaten noch rund 150 Tonnen Gold importieren könnte. Damit verdichten sich auch Gerüchte, China möchte seine Währung mit Gold absichern.

3. USA

Der US-Dollar schwächelt. Die US Staatsanleihen (T-Bonds, T-Notes) verzeichnen stagnierende oder sinkende Renditen. Da Gold generell von einem schwachen Dollar profitiert dürfte dies ein weiteres Anzeichen für ein Anziehen des Goldpreises sein.

Wie reagieren wir bei InsiderWeek?

Wir beobachten den Markt!

Zwei Faktoren sind interessant: zum einen das Open Interest, das in den ersten zwei Monaten des Jahres auf gleichbleibend niedrigem Niveau verblieb.

 

Goldpreis und das Open Interest

Abb. 4: Goldpreis und das Open Interest

 

Im März stieg es dann aber kontinuierlich von rund 75.000 auf etwa 380.000 am 04.04. an. Auf diesem hohen Niveau verblieb es nun den gesamtem April über.

Ein zweiter Wichtiger Faktor, den wir beobachten sind die Commercials aus dem COT-Report.

 

Goldpreis und die Commercials

Abb. 5: Goldpreis und die Commercials

 

Sie starteten ins Jahr 2021 mit einer Netto-Shortposition von -320.923 Kontrakten. Diese Shortpositionen bauten sie langsam aber stetig ab. Im Moment halten die Commercials eine Position von -213.193 Kontrakten Netto Short.

Unsere Auswertung des COT-Reports ergab in der Kalenderwoche 16 ein Kaufsignal. Wir entschlossen uns jedoch, das richtige Timing noch abzuwarten und legten Gold zunächst auf die Watchlist um zu sehen, was weiter passieren wird.

Fazit

Am Goldmarkt wird sich mit Sicherheit in der nächsten Zeit einiges tun! Es ist ratsam, diesen Markt genau zu beobachten, um sich bietende Gelegenheiten nicht zu verpassen. Wir werden in unseren Handelsplänen jedenfalls unsere aktuellen Vorhaben und Aktionen auch in diesem Markt zeitnah kommunizieren!

 

 


 

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Quellen:

https://barcharts.com/futures

https://www.tradingview.com/markets/futures/

https://finviz.com/futures.ashx

https://www.reuters.com hier: https://reut.rs/3dOYvC2