Erleben wir auf dem Futuresmarkt gerade einen SUPERCYCLE?

Die Rohstoffpreise schießen nach oben und wollen durch die Decke gehen. Seit Wochen, ja sogar seit Monaten sehen wir in in vielen Märkten eine beispiellose Rally:

Kursverlauf Silver

Silber Futures

Kursverlauf Corn-Future

Corn Futures

Kursverlauf Gold Mini

Gold Mini Futures

Kursverlauf Crude Oil

Crude Oil Futures

So gewannen z.B Gold +10%, Silber +12%, Corn +41% oder Crude Oil + 14% seit Ende März dazu, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Medien und sog. Wirtschaftsexperten sprechen daher von einem neuen Supercycle, ein Superzyklus, der die Märkte heimsucht.

Was ist von dieser Aussage zu halten? In diesem Video wirst du einige Informationen und unsere ganz persönliche Meinung bei InsiderWeek erfahren.

 

 

  
     

 

Was verbirgt sich hinter einem Supercycle?

Seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gab es vier Superzyklen. Zu diesem Ergebnis kommen bekannte Wirtschaftswissenschaftler.

Ein Superzyklus zeichnet sich nach deren Definition aus als „Jahre- und jahrzehntelange, über dem Trend liegende Bewegungen in einem breiten Spektrum von Grundstoffpreisen„.

Alle vier Zyklen wurden durch große historische Verschiebungen unterstrichen. Der vorletzte Zyklus begann Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts und setzte sich bis in die 80er fort. Ihm ging ein starkes Wirtschaftswachstum voraus, das zu einem Anstieg der Energie- und Materialpreise führte. Die Nachfrage schoss in die Höhe, das Angebot wurde z.T. von staatlicher Seite gestört (Ölembargo 1973), teilweise durch Rückgang ausländischer Investitionen gedrosselt. Schließlich begannen die Produzenten, ihr Angebot wieder aufzustocken, und die Preise stabilisierten sich.

Der jüngste Zyklus schließlich begann im Jahr 2000, als China der Welthandelsorganisation (WTO) beitrat und seine Wirtschaft zu modernisieren begann.

Chinas Nachfrage nach Stahl, Aluminium, Kohle und Kupfer trieb die Preise bis 2014 nach oben, mit einer Spitze, die mit den rekordhohen Ölpreisen im Jahr 2008 zusammenhing. Die weltweite Finanzkrise 2008 unterbrach diesen Zyklus zwar, aber Chinas Reaktion mit einem massiven Konjunkturprogramm stellte die Nachfrage wieder her.

Der Zyklus setzte sich bis 2014 fort, als ein Überangebot an Öl eintrat und ihn beendete. Der Verlauf des S&P GSCI (Goldman-Sachs Commodity Index), der 1992 ins Leben gerufen wurde, verdeutlicht diesen Verlauf:

 

S&P GSCI ab1993 mit Superzyklus

Der S&P GSCI ab 1993 zeigt den letzten Superzyklus

 

Befinden wir uns in einem neuen Supercycle?

Ein potenzieller Rohstoffsuperzyklus wird durch drei Komponenten bestimmt:

  • dem „Agrarraum“
  • Metalle,
  • Öl und Gas

In allen diesen Märkten lassen sich z.T. erhebliche Zugewinne vermerken. Doch was steckt dahinter?

Agrarrohstoffe

Die Preise für Weizen, Mais und Sojabohnen sind im April aufgrund der historisch knappen Bestände, der globalen Wetterprobleme und der starken chinesischen Nachfrage bereits fast historisch gestiegen. Eine Dürre in Brasilien – einem der wichtigsten Maisproduzenten, historisch knappe Getreidevorräte und der jüngste Frost für Weizen in den Plains (USA) sowie die Dürre in den nördlichen Plains haben den größten Bullenmarkt seit Jahren ausgelöst.

Die folgende Karte zeigt die Gebiete der USA, die aktuell unter extremer Trockenheit bzw. Dürre leiden.

Die Abstufungen, von Hell (Gelb) nach Dunkel (Braun): Ungewöhnlich Trocken, Gemäßigte/ Schwere/ Extreme/ Außergewöhnliche Dürre

 

Dürrekarte USA

Die aktuellen Dürregebiete der USA — Source: https://droughtmonitor.unl.edu

 

Gerade in den Agrarmärkten stellt das Wetter eines der größten Fragezeichen dar. Anhaltende Dürreperioden können die Rohstoffknappheit weiter verschlimmern und dadurch die Preise in neue Höhen treiben.

Hinzu kommt, dass aufgrund der Corona-Pandemie mit weltweiten Lockdowns die Industrie und vor allem auch die weltweite Logistik erst wieder in Schwung kommen muss, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten.

Edelmetalle

Inflationsängste nach Covid-19, die auch noch genährt werden durch Besorgnis erregende Zahlen aus den Vereinigten Staaten, deren Wirtschaft nicht an Fahrt gewinnen will, führen zu einer anhaltenden Dollarschwäche. Dies, und Flaute bei den US-Staatsanleihen (Bonds) treibt, wie in Krisenzeiten oft der Fall, die Preise der Edelmetalle als stabile Absicherung und “sichere Häfen” nach oben.

Energies

Die Internationale Energieagentur sagt vorher, dass die weltweite Ölnachfrage erst im Jahr 2023 wieder das Niveau wie vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion erreichen wird. Hier sind ausreichende Reserven vorhanden.

Die OPEC-Produktion ist im Moment mehr als ausreichend, und die USA sind aufgrund des eigenen Schieferöls und der Umstellung auf immer mehr erneuerbare Energien im nächsten Jahrzehnt unabhängiger vom Öl. Das soll jetzt nicht heißen, dass die Preise nicht weiter steigen können. Vielmehr verfügt dieser Sektor über Mechanismen , um die Nachfrage zu decken, sofern es nicht zu einer größeren Krise im Nahen Osten kommt, die die Öllieferungen unterbrechen würde.

Zurück zur Frage! Sind wir jetzt in einem Supercycle oder nicht?

All die genannten Fakten sind zwar positiv für die Preisentwicklung am Rohstoffmarkt, reichen aber nicht aus, um diese Preise auch über Jahrzehnte hinweg hoch zu halten. Normalerweise braucht es eine generelle strukturelle Verschiebung, um einen wirklichen Superzyklus anzutreiben.

Wir befinden uns derzeit in einer Phase der Supertrends, ob daraus ein Superzyklus werden kann, wird die Zukunft weisen.

Glückskeks

Für manche schon fast eine wissenschaftliche Methode… Source: Charles Deluvio, Unsplash

 

Wie agieren wir bei InsiderWeek?

Langfristige Trends:

In der momentanen Situation zeigt sich, dass viele Rohstoffmärkte entgegen ihrer langjährigen Trends laufen. Zu erwarten ist, dass sich diese Märkte noch stärker entwickeln, wenn sie sich wieder mit dem historischen Trend synchronisiert haben.

In vielen Märkten haben die Kurse mittlerweile wieder das Niveau erreicht, das sie zu Beginn der Pandemie inne hatten. Zum Teil sind sie über dieses Niveau hinaus angewachsen, z.T. stellen sich diese Werte aber als langfristige Widerstände heraus, die – wie beim Silber – mittlerweile mehrfach getestet wurden.

Der COT-Report

Ein weiterer Faktor sind die Commercials im COT-Report. Hier ist zu erkennen, dass die Commercials in einigen Märkten, allen voran in den Edelmetallen und einigen Agrarmärkten beginnen, Shortpositionen aufzubauen.

Hier zwei Charts des Commercial Index in Silber und Weizen: In beiden Fällen erkennt man, dass der Index einen überkauften Markt anzeigt und in den Verkaufsbereich eintritt bzw. ihn tangiert.

 

Commercial Index Silber

Commercial Index Silber

Commercial Index Weizen

Commercial Index Weizen

 

Es gilt also diese Märkte sehr genau zu beobachten. Die Auswertung des Reports resultiert im Augenblick überwiegend in Long-Signalen.

Zu Beginn des Jahres haben die COT-Daten sich als wenig aussagefähig und teilweise irreführend erwiesen. Offensichtlich konnten die Commercials die Situation an einigen Märkten nicht ausreichend kontrollieren. Nun scheinen sie aber wieder “in der Spur” zu sein. Wir werden sehen, wie sich die Situation weiter entwickelt und werden unsere Chancen wahrnehmen.

Wie wir die Märkte handeln erfährst du in unseren Handelsplänen. Wir veröffentlichen diese Pläne täglich  von Sonntag bis Freitag auf unserer Website insider-week.com

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Quellen:

Forbes: Are We About To Enter A Commodity Supercycle? auf www.forbes.com/ hier https://bit.ly/3hyQdAB

US Drought Monitor: https://droughtmonitor.unl.edu

Charts: tradingview.com und barchart.com

InsiderWeek – COT hier https://insider-week.com/de/cot/