COT-Report: diese drei Irrtümer musst du vermeiden

Du handelst Futures und hast von diesem ominösen „COT-Report“ erfahren? Er soll wahre Wunder wirken in der Vorbereitung und Planung deiner Trades? Und etliche erfolgreiche Trader, unter anderem auch Max Schulz von InsiderWeek oder ich schwören auf die Daten dieses Berichts. Warum also nicht auch du? Es scheint kein Problem zu sein, der Bericht ist frei zugänglich und kann im Internet herunter geladen werden.

Alles schön und gut, der Bericht hilft dir wirklich bei deiner Planung und Vorbereitung – sofern du es vermeidest, diesen DREI grundlegenden Irrtümern zu verfallen. 

Schau dir das Video an, in dem dir Alex zeigt, worin diese Irrtümer bestehen und worauf du achten musst. Darunter wie immer die Inhalte des Videos und einige wichtige Links für weitere Informationen zur Vertiefung!

 

  
     

 

Der COT-Report — worum geht’s dabei überhaupt?

Bevor ich näher auf die gefährlichsten Fallstricke des COT-Reports eingehe möchte ich einen ganz kurzen Einblick in Wesen und Inhalt des Berichts geben. Um wirklich tief in die Materie einzutauchen helfen dir viele andere Artikel und Videos auf unserer Web-Präsenz.

Der COT-Report ist ein Marktbericht, der von der CFTC – der Commodity Futures Trading Commission in den USA wöchentlich herausgegeben wird.

Er listet die Marktpositionen der größten Marktteilnehmer an den US-Futuresmärkten. Das sind die Erzeuger oder Produzenten der gehandelten Rohstoffe und Futures (sogenannte „Commercials“) und die großen Spekulanten, also Banken oder Hedgefonds.

Außerdem beinhaltet er das „Open Interest“, das ist die Anzahl aller offenen Futureskontrakte am Markt.

 

Irrtum Nummer 1: Der COT-Report gilt auch für europäische Futures

Eine Frage, die uns von Tradern, die in den Futureshandel einsteigen möchten immer wieder gestellt wird:

 

„Ich handle an den europäischen Börsen und möchte z.B. den ‘Euro-Bund-Future’ handeln. Finde ich hierfür auch Daten im COT-Report?“

 

Die Antwort: NEIN

 

Die CFTC ist ein Organ der US-Regierung, die die Überwachung und Regulierung der US- Futuresmärkte zur Aufgabe hat. Die Daten des von ihr herausgegebenen COT-Reports beziehen sich daher nur auf die US-amerikanischen Futuresbörsen mit den beiden großen Zentren in Chicago und New York sowie der „Minneapolis Grain Exchange “ und der Kansas City Board of Trade.

Für Trader an den europäischen oder asiatischen Futuresmärkten gibt es leider kein vergleichbares Instrument. Der COT-Report ist in seiner Art einzigartig.

 

Für diese US-Futuresbörsen bietet der COT-Report Daten an

Für diese US-Futuresbörsen bietet der COT-Report Daten an.

 

 

Irrtum Nummer 2: Der COT-Report zeigt aktuelle Daten

Ein weiterer Irrtum, dem Einsteiger in das Futurestrading häufig unterliegen, betrifft die Aktualität der Daten.

 

„Ich bin Daytrader. Kann ich diese Daten in meinem täglichen Handel nutzen?“

 

Antwort: NEIN, NEIN

 

Der COT-Report wird am Freitag zu Handelsschluss veröffentlich. Das entspricht etwa 21:30 Uhr MEZ. Er listet die Daten, die zum Handelsschluss am Dienstag der betreffenden Handelswoche vorliegen.

Bei Veröffentlichung sind diese Daten also nicht tagesaktuell. Sie weisen vielmehr einen Zeitverzug von drei Handelstagen auf.

Daraus wird ersichtlich, dass der Bericht für Kurzfrist-Trader, Daytrader oder sogar „Scalper“ nicht für deren unmittelbare Planung geeignet sind. Wir betreiben bei InsiderWeek ein Swingtrading auf der Basis der Tageskurse. Deshalb fällt für uns diese Zeitverzögerung nicht wirklich ins Gewicht.

 

 

Irrtum Nummer 3: Der COT-Report kann zur zeitlichen Planung deiner Einstiege verwendet werden

Ein dritter — und möglicherweise folgeschwerer — Irrtum ist die irrige Annahme, du könntest den COT-Report als Timing-Instrument einsetzen.

 

Der COT-REPORT ist KEIN TIMINGINSTRUMENT

 

WARUM?

 

Um das zu verstehen sollte ich etwas ausholen:

Ein Futures ist ursprünglich ein Finanzinstrument, dass es dem Händler eines Rohstoffs ermöglicht, sich gegen Preisschwankungen am Markt abzusichern. Das bedeutet:

Erwartet z.B. ein nationales Transportunternehmen einen zukünftigen Preisanstieg im Rohöl, sichert es den augenblicklichen Preis, indem es am Markt Futures in Crude Oil kauft, also LONG geht. Auf diese Weise sichert es sich den momentanen Preis für die künftige Lieferung.

Ein Anstieg der Long-Positionen (bzw. ein Abbau der Short-Positionen) der Commercials deutet also auf einen zu erwartenden Preisanstieg hin. Das heißt aber NICHT, dass der Preis morgen schon nach oben geht!

Das gleiche gilt natürlich in umgekehrter Richtung. Ein Beispiel beim Cotton-Kontrakt Dez.21 (CTZ21), Tageschart, Nettopos. Commercials:

 

Der Cotton-Future Dezember 2021 (CTZ21)

Der Cotton-Future Dezember 2021 (CTZ21)

 

Bis Anfang Februar steigt der Preis, die Commercials bauen ihre Netto-Short Positionen ab.

① Dann plötzlich stocken sie die Netto-Short auf (-84k → -105k). Der Preis steigt jedoch weiter. Erst nach einem weiteren Aufbau der Netto-Short Positionen auf -110k beginnt der Preis zu fallen ②.

In der Folge bauen die Commercials ihre Short Positionen wieder ab.

Mitte April zeigt sich dann das selbe Bild erneut: die Commercials beginnen bei ③ bei steigenden Preisen Shortpositionen aufzubauen. Erst bei ④, nach einem weiteren Aufstocken der Shorts bei den Commercials beginnt der Preis zu reagieren.

 

Fazit: Der COT-Report MUSS in Zusammenschau mit anderen Indikatoren eingesetzt werden!

Der COT-Report will und soll kein Timing-Instrument sein. Er zeigt Woche für Woche den Ist-Zustand an den Futuresmärkten auf, wie er sich zur Wochenmitte dargestellt hat.

Wer nun dem Irrtum erliegt, die aktuellen Zahlen würden einen konkreten Hinweis auf seine nächsten Handelsaktionen geben, verliert mit Sicherheit Kapital.

Was bietet der Bericht stattdessen?

Er zeigt dir auf, wie die großen, die mächtigen Marktteilnehmer die Preissituation am Markt einschätzen. Diese Akteure, ob Produzenten oder Verarbeiter eines Rohstoffs, sind unmittelbar am Geschehen dran. Sie haben einen tieferen Einblick in die Märkte als wir und sie können „hinter die Kulissen“ blicken.

Wir erfahren also etwas über die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartende Preisentwicklung. Um diese Informationen aber wirklich gewinnbringend nutzen zu können, bedarf es weiterer Analysen. Der Report darf niemals isoliert betrachtet werden!

Es sind stets weitere Marktanalysen notwendig. Wir zeigen dir in unserem Trading auf, welche…

Als Take-Away aus diesem Video sollst folgendes mitnehmen:

1. Der COT-Report listet ausschließlich US-Märkte

2. Er bietet ein zeitlich verzögertes Bild der Positionierung der großen Marktteilnehmer

3. Der COT-Report ist kein Timing-Instrument

Wenn du jetzt wissen willst …

  • wie dieser Report genau aufgebaut ist.
  • wie wir ihn auswerten und
  • wie wir diese Auswertung in unsere Tradingvorbereitung einfließen lassen …

… schau dich hier auf der Website weiter um!

In der Fußzeile unter diesem Beitrag hebe ich die einige wichtige Links aufgelistet.

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Weiterlesen und -schauen:

Einige Empfehlungen aus unserem Beitragsspektrum. Schau dich um, du wirst noch viel mehr finden!

Einstieg in den COT-Report:

Auswertung des Reports

Praktische Anwendung