Grains und der Handel mit Getreidefutures: Eine Einführung

Lernen Sie die Grundlagen des Getreidemarkts, die wichtigsten Grain Futures und die Faktoren kennen, die Preise beeinflussen.

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Grains und der Handel mit Getreide Futures: Eine Einführung

Getreide wie Weizen, Mais und Sojabohnen gehören zu den wichtigsten Rohstoffen der Welt. Ihr Handel über Futures-Märkte bietet Landwirten, Unternehmen und Investoren vielfältige Chancen von Preisabsicherung bis Spekulation.

Trader analysiert Getreidefutures auf mehreren Bildschirmen, Hintergrund mit Weizen, Mais, Sojabohnen und Weltkarte, modernes Business-Design

Professionelles Headerbild zum Thema Grain Futures und Getreidemarkt

Einleitung: Die Bedeutung von Getreide in der globalen Wirtschaft

Getreide zählt seit Jahrtausenden zu den wichtigsten Rohstoffen der Menschheit. Ob Weizen, Mais oder Sojabohnen, diese Grains sind die Grundlage der weltweiten Ernährung und bilden zugleich ein zentrales Element der globalen Wirtschaft. Ohne stabile Getreidemärkte wäre weder Versorgungssicherheit noch der internationale Handel in der heutigen Form denkbar. Der Getreidemarkt ist daher ein entscheidender Indikator für wirtschaftliche Stabilität, Preisentwicklungen und globale Trends im Agrarsektor. In einer zunehmend vernetzten Welt reagieren die Getreidepreise sensibel auf äußere Einflüsse:

  • Wetterereignisse,
  • Ernteprognosen,
  • geopolitische Spannungen oder
  • Währungsschwankungen

wirken sich direkt auf Angebot und Nachfrage aus. Besonders bei wirtschaftlichen Unsicherheiten suchen Landwirte, Händler und Investoren nach Wegen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. Hier kommen Getreidefutures – standardisierte Terminkontrakte – ins Spiel. Mit ihnen lassen sich künftige Preise absichern oder gezielt Strategien zur Renditeoptimierung verfolgen. Der Handel mit Getreide Futures erfolgt an spezialisierten Börsen und ist ein fester Bestandteil moderner Agrarfinanzmärkte.

Auch in Deutschland steigt das Interesse am Getreidemarkt. Besonders der Getreidemarkt Chemnitz gilt als bedeutender regionaler Treffpunkt für Landwirte, Analysten und Agrarunternehmen. Hier werden aktuelle Preisentwicklungen, Marktanalysen und Nachfrageprognosen diskutiert, die weit über die Region hinaus Bedeutung haben.

So kann man sehen,

  • warum Grains für die Weltwirtschaft unverzichtbar sind,
  • wie der Handel mit Getreidefutures funktioniert und
  • welche Faktoren den Getreidemarkt aktuell prägen.

So entsteht ein ganzheitlicher Blick auf einen der dynamischsten Rohstoffmärkte unserer Zeit.

Was sind Getreide (Grains)? Eine Übersicht der wichtigsten Arten

Unter dem Begriff Grains versteht man Kulturpflanzen, die wegen ihrer Körner angebaut und geerntet werden. Sie sind ein zentraler Bestandteil der menschlichen Ernährung, bilden die Basis vieler Tierfuttersorten und dienen darüber hinaus als wichtiger industrieller Rohstoff, etwa für die Produktion von Bioethanol, Pflanzenölen oder Stärkeprodukten.

Ohne Getreide wäre die moderne Weltwirtschaft kaum vorstellbar, denn sie sichern nicht nur die Ernährungssicherheit, sondern beeinflussen auch Handelsströme, Preisentwicklungen und Investitionsstrategien auf dem Getreidemarkt.

Getreide lassen sich grundsätzlich in zwei Hauptgruppen einteilen: Sommergetreide (wie Mais) und Wintergetreide (wie Weizen), die sich in ihren Anbauzyklen und klimatischen Anforderungen unterscheiden. Daneben gibt es eine Einteilung in Cerealien (wie Weizen, Gerste, Roggen) und Ölsaaten (wie Sojabohnen), die aufgrund ihrer Nutzung differenziert werden.

Im internationalen Grain Futures-Handel dominieren drei Hauptsorten: Weizen, Mais und Sojabohnen. Diese drei Kulturpflanzen machen den Großteil des weltweiten Handelsvolumens auf den Getreidemärkten aus und sind entscheidend für die Preisbildung auf den Getreidefutures-Börsen.

Infografik der drei Hauptgetreidearten: Weizen, Mais, Sojabohnen mit Symbolen, Verwendungszwecken und Anbauregionen

Übersicht der wichtigsten Grains: Weizen, Mais, Sojabohnen

Weizen (Wheat)

Bevor wir uns den einzelnen Grains im Detail widmen, lohnt sich ein Blick auf ihre spezifischen Eigenschaften und Verwendungszwecke. Jede Getreidesorte spielt eine eigene, unverzichtbare Rolle in der globalen Agrarwirtschaft und im Handel mit Getreidefutures. Beginnen wir mit Weizen, dem wohl bekanntesten und traditionsreichsten Getreide der Welt.

Verwendungszwecke: Brot, Backwaren und Futtermittel

Weizen ist eines der ältesten kultivierten Getreide und gilt weltweit als Symbol für Ernährungssicherheit. Seit Jahrtausenden bildet er die Grundlage vieler Zivilisationen. Heute wird Weizen hauptsächlich für Herstellung von Brot, Backwaren, Pasta, Gebäck und Cerealien verwendet. Darüber hinaus wird ein Teil der Ernte als Futtermittel in der Tierhaltung genutzt. Auch in der industriellen Verarbeitung spielt Weizen eine Rolle – etwa bei der Produktion von Stärke oder Ethanol.

Wichtige Anbauregionen: USA, EU, Russland

Die größten Weizenproduzenten sind die USA, die Europäische Union und Russland. Diese Regionen bestimmen maßgeblich die Entwicklungen auf dem globalen Getreidemarkt. Ihre Ernteberichte und Exportzahlen wirken sich direkt auf die Getreidefutures-Preise an internationalen Börsen aus. In den letzten Jahren haben geopolitische Spannungen, wie etwa der Ukraine-Konflikt, zu erheblichen Schwankungen im Weizenmarkt geführt.

Mais (Corn)

Nach Weizen folgt Mais, eine der vielseitigsten und wirtschaftlich bedeutendsten Getreidesorten weltweit. Er spielt eine zentrale Rolle nicht nur in der Ernährung, sondern ist auch ein wichtiger Rohstoff für Energiegewinnung und Industrieprodukte. Sein breites Einsatzspektrum macht ihn zu einem entscheidenden Faktor auf dem Getreidemarkt und im Handel mit Getreidefutures.

Vergleichstabelle von Weizen, Mais und Sojabohnen nach Nutzung, Anbauregionen und Marktanteil, übersichtliches Infografik-Design

Grains im Überblick – Vergleich von Weizen, Mais und Sojabohnen

Verwendungszwecke: Tierfutter, Bioethanol, Lebensmittel

Mais zählt zu den vielseitigsten Grains überhaupt. Rund 60 % der globalen Maisproduktion werden als Tierfutter verwendet, insbesondere in der Rinder- und Schweinezucht. Ein weiterer großer Anteil dient der Herstellung von Bioethanol, einem wichtigen Biokraftstoff. Darüber hinaus findet Mais breite Anwendung in der Lebensmittelindustrie: etwa in Form von Maisstärke, Cornflakes, Süßungsmitteln und Snacks. Die Verbindung von Agrar- und Energiemärkten macht Mais zu einem Schlüsselfaktor im internationalen Grain Futures-Handel.

Wichtige Anbauregionen: USA, China, Brasilien

Die USA sind mit Abstand der größte Produzent von Mais, gefolgt von China und Brasilien. Diese drei Länder dominieren den Welthandel und beeinflussen entscheidend die Preisbewegungen im Getreidemarkt. Die Nachfrage nach Energie (insbesondere Ethanol) und Fleischprodukten ist eng mit den Maispreisen verknüpft. In Jahren mit hoher Energienachfrage steigen auch die Getreidefutures-Notierungen für Mais.

Weltkarte mit markierten Hauptanbauregionen von Weizen, Mais und Sojabohnen: USA, EU, Russland, Brasilien, Argentinien, China

Wichtige Getreideanbauregionen weltweit“

Sojabohnen (Soybeans)

Sojabohnen sind eine der wichtigsten Ölsaaten weltweit und spielen eine zentrale Rolle sowohl in der Tierernährung als auch in der Lebensmittel- und Industrieproduktion.

Verwendungszwecke: Futtermittel (Schrot), Öl

Sojabohnen nehmen eine Sonderstellung ein, da sie zu den wichtigsten Ölsaaten zählen. Aus ihnen werden zwei zentrale Produkte gewonnen: Sojaschrot, das als hochwertiges Futtermittel in der Tierproduktion dient, und Sojaöl, das sowohl in der Lebensmittelindustrie als auch in der chemischen Industrie Verwendung findet. Sojabohnen sind somit ein entscheidender Faktor für die globale Eiweiß- und Ölversorgung und spielen auch im Kontext der Ernährungstrends (z. B. pflanzliche Proteine) eine zunehmend wichtige Rolle.

Wichtige Anbauregionen: USA, Brasilien, Argentinien

Das sogenannte „Soja-Dreieck“ aus USA, Brasilien und Argentinien deckt den Großteil des weltweiten Bedarfs. Diese Länder bestimmen aktuell maßgeblich den Getreidemarkt durch ihre Ernteprognosen und Exportentscheidungen. Besonders in Südamerika beeinflussen klimatische Phänomene wie El Niño die Ernteerträge und damit die Preise auf den internationalen Getreidefutures-Märkten.

Weizen, Mais und Sojabohnen bilden das Fundament der globalen Agrarwirtschaft und des Handels mit Grain Futures. Sie sind nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch Wirtschaftsgüter, deren Preisentwicklung stark von Angebot und Nachfrage, Klima und Politik abhängt. Wer den Getreidemarkt verstehen will, muss diese drei Hauptkulturen kennen, denn sie bestimmen, wie sich die Getreidefutures an den internationalen Börsen bewegen und wie sich der Markt aktuell entwickelt.

Vergleichstabelle der wichtigsten Grains

Getreideart Hauptnutzung Wichtige Regionen Anteil am Weltmarkt
Weizen Brot, Backwaren, Futter USA, EU, Russland ca. 30 %
Mais Futter, Bioethanol, Lebensmittel USA, China, Brasilien ca. 40 %
Sojabohnen Öl, Futter USA, Brasilien, Argentinien ca. 30 %

Grundlagen des Handels: Was sind Getreidefutures?

Der Handel mit Getreidefutures ist ein zentraler Bestandteil der modernen Agrarwirtschaft. Ein Future ist ein standardisierter Vertrag, der Käufer und Verkäufer verpflichtet, eine bestimmte Menge Getreide zu einem festgelegten Preis und Zeitpunkt zu handeln.

Definition und Funktionsweise eines Futures-Kontrakts

Ein Futures-Kontrakt ist ein standardisierter Vertrag, der Käufer und Verkäufer verpflichtet, eine bestimmte Menge eines Rohstoffs – in diesem Fall Getreide – zu einem festgelegten Preis und zu einem zukünftigen Zeitpunkt zu handeln. Diese Verträge dienen sowohl der Absicherung gegen Preisrisiken als auch der Spekulation auf Preisbewegungen. Für eine fundierte Marktanalyse spielen die sogenannten COT-Reports (Commitment of Traders Reports) eine zentrale Rolle. Sie zeigen, wie sich große Marktteilnehmer, wie Commercials, Non-Commercials und Small Traders, im Markt positionieren. Dadurch erhalten Trader wertvolle Einblicke in das Marktverhalten und mögliche Trendwenden..

Infografik erklärt Struktur eines Getreide-Future-Kontrakts: Liefermenge, Qualität, Ablaufdatum, Börse (CME Group), Margin

Aufbau eines Grain Futures-Kontrakts – verständlich erklärt

Beispiel eines Weizen-Futures-Kontrakts: Jeder Futures-Kontrakt ist standardisiert und definiert Menge, Qualität und Liefertermin. Dadurch entsteht Transparenz und Vergleichbarkeit im Handel. Die Marktteilnehmer können auf Basis dieser Daten Strategien entwickeln und mithilfe der COT-Reports Trends frühzeitig erkennen.

Standardisierung: Liefermenge, Qualität und Termin

Die Standardisierung der Futures-Kontrakte ermöglicht eine hohe Liquidität und Vergleichbarkeit. Jeder Grain Future folgt festen Parametern:

  • Menge: z. B. 5.000 Bushel (ca. 136 Tonnen)
  • Qualität: z. B. bestimmte Weizensorte (No. 2 Soft Red Winter)
  • Liefertermin: z. B. März, Mai, Juli

Diese Standardisierung erleichtert den Handel und die Preisfindung auf den Märkten.

Die Rolle der Börsen

Der Handel mit Getreidefutures findet an internationalen Terminmärkten statt, doch entscheidend für Trader ist die Markttransparenz, die durch COT-Daten erreicht wird. Diese Reports ermöglichen es, die Positionierung der wichtigsten Marktteilnehmer zu analysieren und fundierte Handelsentscheidungen zu treffen. InsiderWeek stellt aktuelle COT-Auswertungen für Weizen, Mais und Sojabohnen bereit, die als Grundlage für Trading-Strategien dienen.

Marktteilnehmer: Wer handelt mit Getreidefutures?

Der Handel mit Getreidefutures wird von verschiedenen Marktteilnehmern genutzt, darunter Hedger und Spekulanten.

Trader-Team analysiert Getreidefutures auf Computern mit Diagrammen und Marktinformationen, professionelles Büro

Handelssaal und Online-Trading mit Grain Futures

Hedger: Landwirte und Agrarunternehmen (Absicherung)

Landwirte und Agrarunternehmen nutzen Getreidefutures, um sich gegen fallende Preise abzusichern. Ein Beispiel: Ein Weizenbauer verkauft vor der Ernte Weizen-Futures. Sinken die Preise während der Erntezeit, gleicht der Gewinn aus dem Futures-Verkauf den Verlust aus dem niedrigeren Verkaufspreis der physischen Ware aus.

Spekulanten und Investoren (Rendite)

Spekulanten setzen auf Kursbewegungen, um Gewinne zu erzielen. Sie kaufen oder verkaufen Futures-Kontrakte aufgrund ihrer Erwartungen hinsichtlich der Preisentwicklung. Für institutionelle Investoren bieten Grain Futures Diversifikation und Inflationsschutz.

Ein praktisches Beispiel: Ein Landwirt in Deutschland verkauft im Oktober einen Weizen-Future-Kontrakt für die Lieferung im März des folgenden Jahres. Angenommen, der vereinbarte Preis beträgt 650 € pro Tonne. Im März liegt der Marktpreis bei 600 € pro Tonne. Der Landwirt kauft nun einen identischen Future-Kontrakt zurück, um seine Verpflichtung zu erfüllen. Die Differenz von 50 € pro Tonne entspricht einem Gewinn auf dem Futures-Markt, der den Verlust durch den niedrigeren Kassapreis ausgleicht. So erzielt der Landwirt einen stabilen Erlös von 650 € pro Tonne, unabhängig von den Marktschwankungen.

Trader, die COT-Daten regelmäßig auswerten, erkennen häufig frühzeitig Veränderungen im Marktverhalten. Beispielsweise zeigen steigende Long-Positionen der Commercials oft potenzielle Bodenbildungen an, während zunehmende Short-Positionen auf mögliche Trendwenden hindeuten können. Die Auswertung dieser Daten ist ein zentraler Bestandteil der Handelsstrategie bei InsiderWeek.

Faktoren, die die Preise von Getreidefutures beeinflussen

Die Preise am Getreidemarkt entstehen aus einem komplexen Zusammenspiel wirtschaftlicher, ökologischer und politischer Faktoren. Insbesondere Angebot und Nachfrage, Wetterbedingungen, Ernteprognosen, globale Nachfrageentwicklungen sowie makroökonomische und politische Einflüsse bestimmen die Kursentwicklung von Getreidefutures.

Angebot und Nachfrage

Die Preisentwicklung von Getreidefutures wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Dabei spielen insbesondere Wetterbedingungen und Ernteprognosen eine entscheidende Rolle, da sie direkt auf die verfügbaren Mengen und die Qualität der Ernte wirken.

Wetterbedingungen und Ernteprognosen

Wetterextreme wie Dürre, Überschwemmungen oder unvorhergesehene Frostperioden können die Ernteerträge massiv beeinflussen. Moderne Analysetools, wie Satellitendaten und präzise Wetterprognosen, verbessern die Vorhersagen und fließen direkt in die Bewertung von Getreidefutures ein.

Beispiel Deutschland: Laut dem Erntebericht 2025 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft führten sehr trockene Frühjahrsmonate gefolgt von Regenfällen zu regional stark schwankenden Erträgen, was direkte Auswirkungen auf Weizen- und Mais-Futures hatte (bmleh.de).

Globale Nachfrageentwicklung (Bevölkerungswachstum)

Mit zunehmender Weltbevölkerung steigt der Bedarf an Lebensmitteln und Tierfutter. Diese steigende Nachfrage treibt die Preise von Grain Futures langfristig an. Beispiel: In Deutschland beeinflussen steigende Exporte von Getreide und Futtermitteln in andere europäische Länder die lokalen Futures-Preise. Marktberichte zeigen, dass die Nachfrage nach Bioethanol und Futtermitteln die Preisentwicklung für Mais-Futures unterstützt (markt.agrarheute.com).

Makroökonomische und politische Faktoren

Neben agrarischen Einflüssen wirken sich auch makroökonomische und politische Faktoren stark auf die Preise von Getreidefutures aus. Diese übergeordneten Rahmenbedingungen bestimmen, wie sich Märkte entwickeln und wie Investoren auf Preisbewegungen reagieren.

Währungsschwankungen (US-Dollar)

Da Getreidefutures überwiegend in US-Dollar gehandelt werden, haben Wechselkursänderungen direkten Einfluss auf internationale Käufer und die Preisentwicklung. Eine Aufwertung des US-Dollars verteuert Importe, während eine Abwertung den Absatz erleichtert und Futures-Preise beeinflusst.

Handelskriege und Exportbeschränkungen

Politische Spannungen, wie Exportverbote, Zölle oder Sanktionen, können das Angebot drastisch verändern und die Preise auf den Terminmärkten stark verschieben.

Beispiel: Der Ukraine-Konflikt 2022 führte zu erheblichen Turbulenzen am Weizenmarkt, da Lieferketten unterbrochen und Exportmengen reduziert wurden.

Aktuelle Marktanalysen und wöchentliche COT-Daten finden Sie direkt bei InsiderWeek. Dort erhalten Sie detaillierte Auswertungen zu den wichtigsten Getreidesorten und können Marktbewegungen gezielt nachvollziehen.

Infografik zeigt die wichtigsten Einflussfaktoren auf Getreidefutures-Preise: Angebot, Nachfrage, Wetter, Ernteprognosen, globale Nachfrage, Währungsschwankungen und politische Ereignisse

Faktoren, die die Preise von Getreidefutures bestimmen: Übersichtsgrafik

Fazit: Die Zukunft des Getreidehandels

Der Handel mit Getreidefutures steht vor tiefgreifenden Veränderungen, die durch Digitalisierung und automatisierte Handelssysteme vorangetrieben werden. Echtzeitdaten, Algorithmen und Künstliche Intelligenz ermöglichen eine präzisere Marktanalyse, schnellere Reaktionen auf Preisbewegungen und effizientere Handelsstrategien. Landwirte, Händler und Investoren können so Risiken besser steuern und Marktchancen gezielter nutzen.

Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit im Agrarsektor zunehmend an Bedeutung. Klimafreundliche Anbaumethoden, Ressourcenschonung und die Integration ökologischer Standards beeinflussen nicht nur die Produktionskosten, sondern auch die Preisbildung auf den Futures-Märkten. Der Klimawandel selbst führt zu größeren Ertragsunsicherheiten durch extreme Wetterereignisse, wodurch die Absicherung über Grain Futures noch wichtiger wird.

Die Integration der COT-Reports in die Handelsstrategie ist für moderne Trader unverzichtbar. Sie liefern objektive Daten über das Verhalten institutioneller Marktteilnehmer und unterstützen eine datenbasierte Entscheidungsfindung im Getreidehandel.

Grain Futures bleiben somit ein zentrales Instrument im Risikomanagement. Sie ermöglichen es Marktteilnehmern, sich gegen volatile Preise abzusichern, und tragen zur Stabilisierung von Einnahmen und Versorgungssicherheit bei. In einer global vernetzten Agrarwirtschaft werden digitale Tools, nachhaltige Praktiken und fundierte Marktkenntnisse entscheidend sein, um die Chancen und Herausforderungen des Getreidehandels der Zukunft erfolgreich zu meistern.

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